Könnern/Gommern l "Heute stand ein völlig anderes Team auf der Platte", jubelte ein zufriedener Mannschaftsleiter Sören Schulze, nachdem seine Landesliga-Kegler des SV Eintracht Gommern bei Blau-Weiß Könnern einen 5307:5120-Auswärtssieg unter Dach und Fach gebracht hatten. In der Vorwoche waren die Blau-Gelben daheim noch sang- und klanglos gegen Aschersleben untergegangen.

Von Beginn an merkte man den Gommeranern an, dass sie sich für die Blamage revanchieren wollten. Im Startpaar bewusst stark aufgestellt, erfüllte besonders Udo Wrubel (901) die Erwartungen. Er überspielte die 900-er Marke und wies das Duo Fetter/Voigt (zusammen 823) deutlich in die Schranken. Da auch Teamchef Schulze (848) gegen Stier (843) souverän auftrumpfte, war der Grundstein für den wichtigen Auswärtserfolg gelegt.

Den 83-Kegel-Vorsprung hielt das Mittelpaar fast kons- tant. Bernd Löhnert (879) kämpfte sich mit einer tollen Schlussbahn fast noch an den besten Heimakteur Woge (899) heran. Andreas Arndt (839) musste am Ende zwar die "Glocke" mit nach Hause nehmen, hielt aber das Paar Kärger/Lehrmann (zusammen 831) in Schach.

Was dann im Schluss-Durchgang passierte, beschrieb Wrubel nach der Partie als den "puren Wahnsinn". Sowohl Thomas Zander (891) als auch der überragende Martin Hukauf (949) starteten mit "großen" Bahnen und nahmen Vater und Sohn Wittig (894 und 830) von Beginn an jeglichen Mut, den Rückstand der Gastgeber zu minimieren. Da beide Gommeraner auf hohem Niveau weiterspielten, lagen am Ende sage und schreibe 187 Kegel zwischen der Eintracht und Könnern. Hukauf verpasste den Bahnrekord auf der Könnerner Anlage um lediglich drei Kegel.

"Das war mal eine Reaktion auf die Pleite der Vorwoche. So ausgeglichen stark habe ich meine Mannschaft lange nicht gesehen. Jetzt kann uns in Sachen Abstieg nichts mehr passieren", resümierte Schulze zufrieden. Am kommenden Sonnabend geht es im letzten Heimspiel der Saison gegen Köthen um die Absicherung des vierten Tabellenplatzes.