Das Finale der Volleyball-Landesmeisterschaften fand am vergangenen Sonntag in Genthin statt. Die U16-Volleyballerinnen des Genthiner VV 95 hatten sich mit einer sehr guten Saisonleistung dafür qualifiziert und kämpften nun vor heimischem Publikum um das "Minimalziel" Platz fünf. Landesmeister wurde der USV Halle.

Genthin (sdü/ahf) l Nachdem die Spielerinnen des Genthiner Volleyballvereins sich noch in der letzten Saison "in das C-Finale gequält" haben, wie Trainer Steven Dürschmidt formulierte und die Saison mit einem 14. Platz beendeten, war die relegationslose Qualifikation für das A-Finale der Landesmeisterschaften bereits ein großer Erfolg für das Team. Noch dazu, weil die besten sechs Mannschaften nach Genthin kamen, um den Landesmeister zu küren.

Zunächst musste die Gruppenphase überstanden werden. Als Gegner der Genthiner waren der VC 97 Staßfurt und der spätere Landesmeister USV Halle gesetzt. Gegen Staßfurt verlor der GVV knapp mit 18:25 in beiden Sätzen. "Wir haben gut mitgespielt, nur das Quäntchen Glück hat an der ein oder anderen Stelle noch gefehlt", so Dürschmidt.

Gegen den USV ging der erste Satz klar mit 12:25 verloren. "Den Beginn der Partie haben wir total verschlafen, vielleicht war der Respekt vor der Mannschaft auch zu groß", bilanzierte der GVV-Coach. Dafür waren seine Schützlinge im zweiten Satz kurz vor einer Sensation, für die es am Ende aber doch nicht ganz reichte. Auch dieser Satz ging mit 25:22 an den späteren Landesmeister.

Durch die beiden Niederlagen in der Vorrunde spielte die Mannschaft um Platz fünf. "Das Minimalziel", wie es Jugendwart Mario Schmälzlein vorher ausgab, schließlich "will man sich als Gastgeber so gut wie möglich verkaufen."

Leider verlor der GVV auch die Begegnung gegen den HSV Wernigerode mit 1:2. "Dabei haben wir während der Saison beide Partien gegen den HSV gewonnen, insofern war es schade, ausgerechnet dieses Spiel zu verlieren. Bei den Mädels war einfach die Luft raus. Sie hatten bis zu dieser Begegnung zwei Stunden Pause und waren seit 8:45 Uhr auf den Beinen", sagte Dürschmidt über die möglichen Gründe der Niederlage.

Im Halbfinale setzten sich der VC Bitterfeld-Wolfen über Staßfurt und Halle über den VV Kleinpaschleben durch. In einem hochklassigen Finale konnte sich der USV Halle mit 2:1 Sätzen gegen eine absolut gleichwertige Mannschaft aus Bitterfeld behaupten.

Die Genthiner waren allerdings ganz und gar nicht enttäuscht, dass nicht sie im Finale standen. Im Gegenteil, "die Mädchen hatten viel Spaß und haben sehr gute Spiele abgeliefert", so der GVV-Trainer.

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