Hohenstein-Ernstthal (fna) l Mit dem Abstieg aus der Tischtennis-Regionalliga hat man sich beim TTV DJK Biederitz längst arrangiert. Dennoch dürfte nach der 3:9-Pleite beim SV Sachsenring Hohenstein-Ernstthal der Ärger tief sitzen bei den Ehlestädtern - und zwar nicht nur, weil sie beim Vorletzten verloren hatten, sondern vielmehr, weil eben auch der zweite Saisonsieg durchaus im Bereich des Möglichen gelegen hatte.

Jacek Wandachowicz und Marcus Schmidt können dies durchaus bestätigen. Insgesamt gab es sechs Partien, die über fünf Sätze gingen - allesamt zugunsten der Gastgeber. Bereits das Doppel mit Schmidt und Eric Osbar musste seinen Kontrahenten Andrey Grossu/Jiri Volek zum Sieg gratulieren, obwohl es sich nach 0:1- und 1:2-Satzrückstand jeweils wieder ins Geschehen gekämpft hatte. Im entscheidenden Durchgang hatten die Gäste allerdings deutlich mit 2:11 das Nachsehen.

Trotz des 0:3-Rückstands zu Beginn der Einzelrunde kämpften die Biederitzer bravourös, sie mussten allerdings erneut zwei denkbar knappe Niederlagen hinnehmen. Jacek Wandachowicz holte ebenfalls zwei Rückstände gegen Andras Turoczy auf und blieb im fünften Abschnitt auf Augenhöhe, in der Verlängerung des Finaldurchgangs hatte er allerdings knapp mit 11:13 das Nachsehen. Schmidt hatte nach der 2:1-Satzführung gegen Nick Neumann-Manz bereits einen Sieg vor Augen, jedoch unterlag er im vierten Durchgang im Endspurt knapp mit 9:11. Davon erholte er sich nicht mehr und musste auch den fünften Satz mit 5:11 abgeben.

Diese zwei Niederlagen waren umso ärgerlicher, da zum einen Zbigniew Kaczmarek relativ sicher mit 3:1 (9, -8, 8, 6) gegen Ivan Andres Proano Quimis gewann und zum anderen Radoslaw Kulczycki gegen Andrey Grossu bei seinem 3:1-Erfolg die besseren Nerven bewies, weil er zwei von drei knappen Sätzen für sich entschied. Nachdem der Biederitzer mit 12:10 im ersten Durchgang triumphierte, musste er im Anschluss ein 12:14 hinnehmen. Davon scheinbar angestachelt, gewann er Satz drei mit 11:7 und behielt auch im vierten Abschnitt mit 12:10 die Oberhand. Der TTV hätte die Partie bereits zu diesem Zeitpunkt gedreht, wenn er die beiden Fünf-Satz-Matches für sich entschieden hätte.

So aber liefen die Gäste einem 3:6-Rückstand hinterher, weil Sebastian Bethge und Eric Osbar bei ihren 0:3-Pleiten keine Chance hatten.

Nach drei weiteren 2:3-Niederlagen war die Begegnung entschieden. Kaczmarek verlor im Duell der beiden Spitzenspieler mit 9:11 im fünften Durchgang gegen Turoczy denkbar knapp, nachdem er bereits mit 2:1 nach Sätzen geführt hatte. Auch Wandachowicz führte mit 2:1 nach Sätzen gegen Proano Quimis, verlor die nächsten beiden Durchgänge aber relativ klar (-7, -6). Nach der knappen Niederlage von Kulczycki gegen Neumann-Manz (-7, 10, -11, 9, -7) war das Match dann vorbei.