Eintracht Gommern, der Spitzenreiter der Handball-Verbandsliga, hat rechtzeitig zur Disziplin zurückgefunden. Denn heute ab 17 Uhr steht ihm beim abstiegsbedrohten Glinder HV ein harter Kampf um die Punkte bevor.

Glinde/Gommern l In der Hinserie war es selbstverständlich für Gommern, zu gewinnen, es lief eben wie geschmiert. Nach der kurzen Winterpause ging dem Team diese Leichtigkeit zuweilen ab, der Motor stotterte gewaltig. Die Niederlage bei Post Magdeburg galt zunächst als kleiner Ausrutscher, doch nach den beiden verlorenen Punkten in Solpke/Mieste "mussten wir uns wieder daran erinnern, dass wir für unsere Erfolge kämpfen müssen", betont Trainer Dirk Heinrichs.

Und das ist der Eintracht inzwischen wieder gelungen. Zuletzt gab es einen 32:25-Erfolg beim Fermersleber SV Magdeburg. "Wir haben in dieser Saison unseren Faden gefunden, spielen taktisch unseren Stiefel herunter." Nach den nicht zufriedenstellenden Auftritten beim Post SV und in der Altmark "sind wir in Deckung und Umkehrspiel in etwa wieder ebi 90 Prozent", lobt Heinrichs, auch das Angriffsspiel wusste durchaus zu gefallen. "Ruhe und Konzentration sind zurückgekehrt." Die Selbstverständlichkeit des Siegens womöglich auch, wenngleich die Eintracht dafür in Glinde auf der Hut sein muss.

Die Gastgeber, die lediglich drei Zähler Vorsprung vor einem Abstiegsplatz haben, "zeigen gute Ansätze", betont Heinrichs und "stehen zu Unrecht so weit unten in der Tabelle". Wenngleich das Spiel auf ihren Rückraumschützen Sascha Timplan zugeschnitten ist, haben auch seine Nebenleute zum Teil das Handball-Abc in der Jugend des SC Magdeburg gelernt. In den bisherigen Partien war es allerdings oft so, dass Timplan nach 45 Minuten eine dritte Zeitstrafe kassiert hatte oder konditionell abbaute, sodass die Kontrahenten im Endspurt die besseren Karten hatten. War dies nicht der Fall oder führte der GHV zu diesem Zeitpunkt aussichtsreich, hatte Glinde gute Chancen, die Partie für sich zu entscheiden.

Gommern muss also von Beginn an wachsem sein "und die Konzentration aufrecht halten", um im Rennen um den Staffelsieg doppelt zu punkten.