Knapp, aber verdient: Im Verfolgerduell Dritter gegen Zweiter hat sich der Fußball-Landesligist Burger BC 08 am Sonnabend mit 1:0 (1:0) beim TuS Schwarz-Weiß Bismark durchgesetzt. Ein früher Treffer brachte die Entscheidung, doch in wirkliche Gefahr geriet der Burger Auswärtserfolg ohnehin nicht.

Burg/Bismark l Nach 14 Minuten ergab plötzlich alles Sinn: all die "verhungerten" Bälle im Training, die unfreiwillige Komik beim Schussversuch und sicher auch so manch müder Lacher, den die Torhüter Sascha Krüger und René Bonitz dienstags und donnerstags für ihre Kollegen übrig hatten. "Es hat sich ausgezahlt, was wir in den Einheiten unter der Woche immer wieder üben, üben und nochmals üben - den Ball nicht immer auf den `Schokoladenfuß` legen, sondern auch mit dem anderen einfach mal schießen", formulierte BBC-Trainer Hartmut Müller. Genau jene Worte befolgte Steven Peseke am Sonnabend nach einer knappen Viertelstunde. Statt mit dem linken verwertete er eine zu kurze Bismarker Abwehraktion mit dem schwachen - pardon - schwächeren rechten Fuß aus der Halbdistanz und konnte hinterher freimütig behaupten: alles so gewollt.

Dass Pesekes flacher, aber platzierter Schuss bereits für die Entscheidung in der Partie sorgen sollte, war in der Anfangsphase noch nicht vorherzusehen - wohl aber, dass sich die Burger nach einem spielerisch guten, aber im Ergebnis ernüchternden 0:2 aus der Vorwoche gegen Wernigerode endlich wieder einmal belohnen wollten. "Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert. Dass uns dies trotz personeller Sorgen gelungen ist, rechne ich uns hoch an. Es spricht ganz klar für uns, dass wir nur eine gefährliche Bismarker Aktion zugelassen haben", lobte der BBC-Trainer.

Gemeint war ein Eins-gegen-Eins-Duell, in dem Krüger gegen Philipp Grempler kurz vor der Pause, ebenso Nervenstärke bewies wie zuvor bei einem Freistoß, der an Freund und Feind vorbei gefährlich auf das Toreck zusegelte. Auf der Gegenseite wurde es dagegen zwingender. Vom Führungstreffer mit gehörig Auftrieb versehen, verlagerte der BBC das Geschehen weitgehend in die TuS-Hälfte und hatte Pech, als Kevin Schulz verzog (20.) und auch quasi mit dem Pausenpfiff der zweite Treffer nicht fallen wollte - wenn sich die Gäste bis dato etwas anzukreiden hatten, war es der knappe Vorsprung.

Möglichkeiten, diesen auszubauen, verbuchten die Burger im zweiten Abschnitt in überschaubarer Zahl. Die Kontrolle gab der BBC jedoch zu keiner Zeit ab - "auch nicht, als das Spiel hektischer wurde." So sah der Bismarker Verteidiger Martin Köhn sieben Minuten vor dem Ende nach einer "Notbremse" die Rote Karte. Dies eröffnete den Gästen Räume für drei weitere Chancen in den Schlussminuten. Auch wenn diese nicht in weitere Treffer umgemünzt wurden - der Auswärtssieg wackelte nicht mehr.

Gelbsperre sorgt für Sorgenfalten

Einen Wermutstropfen musste das Team jedoch am Sonnabend kosten. Zur ohnehin wenig luxuriösen Personalsituation gesellt sich auch der Ausfall von Franz Zimmer (fünfte Gelbe Karte) für das kommenden Wochenende hinzu. "Das macht die ohnehin sehr schwere Aufgabe gegen Ottersleben nicht leichter. Wir müssen sehen, wie wir die entstandene Lücke im Mittelfeld schließen", sagte Trainer Müller und verhehlte seine Besorgnis nicht.

TuS Bismark: Gust - Köhn, Bartsch, Klose, Rämke, Metzger, Grabau, T. Rogge, Grempler, Grützmacher, Leutz (59. S. Rogge)

Burger BC 08: S. Krüger - Benkel, Behr, H. Schäfer, Siemke, Plünnecke, Herms (90. Pfennighaus), Zimmer, Schulz, Teege (90. Gädke), Peseke

Tor: Steven Peseke (14.); SR: Marco Uhlmann (Magdeburg), Daniel Feist, Frank-Detlef Stietzel; ZS: 76