Fußball l Gerwisch (hgü/bjr) Kürzlich fand im Gerwischer Haus der Begegnung wieder ein Schiedsrichtertreff mit Referees der SG Blau-Weiß und aus den umliegenden Vereinen statt. Ehrengast des Abends war der Vorsitzende des Schiedsrichterausschusses beim Fußball-Verband Sachsen-Anhalt (FSA) sowie ehemalige FIFA- und Bundesliga-Schiedsrichterassistent, Markus Scheibel. So konnte er den Teilnehmern berichten, welche Veränderungen sich nach dem 41. ordentlichen Bundestag des Deutschen Fußballbundes (DFB) vom Oktober 2013 in Nürnberg ergeben.

Dabei geht es insbesondere um die Nachwuchs- und Talentförderung von Schiedsrichtern. Dazu wird in Sachsen-Anhalt der derzeitige Förderkaderkreis verringert und stärker auf die Spitze orientiert. Auch die Ausbildungsmethoden für die Schiedsrichter sind zu verbessern. Das betrifft auch die Aus- und Weiterbildung der Schiedsrichter in den einzelnen Landkreisen. Neben positiven Beispielen wie im Harz, Salzlandkreis und Saalekreis gibt es auch "Sorgenkinder", wozu das Jerichower Land gezählt werden muss. Um Schiedsrichtertalente zielgerichtet zu erkennen, sind auch Veränderungen im Beobachtungssystem herbeizuführen.

Scheibel äußerte sich zudem zu den Auf-und Abstiegen der Schiedsrichter, die kritisch hinterfragt wurden. Die folgenden Anfragen der Teilnehmer zu verschiedenen Problemen im Schiedsrichterwesen wurden sachlich und detailliert beantwortet. Im Mittelpunkt der Weiterbildung der Schiedsrichter an diesem Tag wurde dann das Thema "Freistöße - Tagesgeschäft des Schiedsrichters" ausführlich und bildlich behandelt. Es gab zahlreiche Anfragen und Hinweise zum Thema, die diskutiert und beantwortet wurden. Anschließend wurden wieder Regelfragen vorgestellt und gelöst. Jeder Teilnehmer konnte so sein Wissen überprüfen und vervollständigen. Für die Schiedsrichter kommt es nun darauf an, die gewonnenen Kenntnisse in die Praxis umzusetzen.