Allen Grund zur Freude hatte der Burger Schachclub am abschließenden 9. Spieltag: Nach der dritten Mannschaft sicherte sich auch die erste Vertretung den Aufstieg, tritt demnach künftig in der Verbandsliga an.

Burg (jst/bjr) l Der Burger SC III wahrte in der Bezirksliga Mitte seine weiße Weste, während es für die zweite Vertretung die zweite Saisonniederlage setzte.

Landesliga A

Burger SC -

Einh. Halberstadt 6:2

Vor der letzten Runde hatten mit Burg, Aschersleben und Bernburg noch drei Mannschaften Chancen auf den Staffelsieg. Ziel gegen Halberstadt war ein Sieg; besser war ein hoher Erfolg mit mindestens sechs Punkten, um auch nach Brett-Punkten nicht mehr überholt werden zu können.

Herbert Großmann siegte kampflos. Schon im fünften Zug eroberte Klaus Nielebock per Doppelangriff einen Bauern und kurz darauf die Qualität. André Bergers anhaltende Initiative bescherte ihm im Mittelspiel entscheidend eine Mehrfigur, während Dr. Uwe Risch unterentwickelt Turmverlust erlitt. Gegen das Halberstädter Ausnahmetalent, den zehnjährigen Alexander Niemann, wählte Ingolf Sobiechowski einen soliden Aufbau und spielte Remis. Nach ungleichen Rochaden rückte Erich Granitzki offensiv die Bauern vor. Zwar ging einer verloren, dafür besetzte sein Turm die vorletzte Reihe, schlug dort zwei Bauern, bis sein Bauer zur Dame-Umwandlung lief. Dr. Marco König opferte einen Bauern, erbeutete dann einen Läufer und drohte unabwendbar Matt. Dem Vereinsvorsitzenden Gerhard Berger war es vorbehalten, den Schlusspunkt zu setzen: Mit Läufer weniger hatte er nur das Ziel, die Stellung kompliziert zu halten. Tatsächlich unterlief dem Gegner noch ein Fehler, was Remis bedeutete. Das Wunschergebnis war erreicht.

Nach dem durchwachsenen Saisonstart mit Unentschieden gegen Bernburg und Aschersleben zeigte sich, dass genau diese drei Mannschaften den Titel unter sich ausmachen würden. In Runde vier übernahmen die Rolandstädter erstmals die Tabellenspitze. Auch wenn es durch die Niederlage gegen Tangerhütte in Runde sieben noch einmal eng wurde, behauptete Burg die Führung bis zum Ende und stieg in die vierthöchste deutsche Spielklasse auf.

Burger SC I: Großmann +, Dr. König 1, Sobiechowski 0.5, Granitzki 1, Dr. Risch, A. Berger 1, Nielebock 1, G. Berger 0.5

Bezirksoberliga Nord

Burger SC II -

VfL Kalbe/Milde 2:6

Burg musste die zweite Saisonniederlage hinnehmen und lag ohne achten Spieler gleich einen Punkt zurück.

Karl Friedrichs Bauernzentrum war schell zertrümmert. Angesichts erzwungener Abtausche gab Friedrich mit drei Bauern weniger bereits nach 16 Zügen auf. In einem dramatischen Turmendspiel zog Thomas Büchner den Kürzeren. Torsten Dallmann verlor per Springergabel die Qualität und stand zu passiv. Helga Mickmann besaß für das Minus an Qualität zwei Mehrbauern, musste Matt abwehren und war am Ende dem stärkeren Gegner nicht gewachsen.

Nur drei Burger konnten am Ende punkten: Remis holten Andreas Winkler, der alle Attacken bravourös parierte, sowie Jan Strzyzewski, der gegen eine sich anbahnende Einschnürung eine Gegenoffensive startete. Dr. Georg Libner verwertete seine Mehrbauern zum Sieg.

Burger SC II: Mickmann, Winkler 0.5, Dallmann, Dr. Libner 1, Strzyzewski 0.5, Friedrich, Büchner

Bezirksliga Mitte

SV Irxleben II -

Burger SC III 1:5

Nach kaum einer Stunde hatte David Grundmann den Königsflügel seines Gegners überrannt. Mit zwei Bauern weniger ging Hartmut Lemm ins Turmendspiel, wo er durch eine Unachtsamkeit des Gegners Remis hielt. Helmuth Geisler lehnte mit Schwarz Königsgambit ab und erzielte Remis. Anders als sein Kontrahent überblickte Felix Schenk alle lauernden Drohungen und schnappte sich einen Springer.

Trotz Mehrbauer stand Thomas Rohrlach nicht optimal. Doch sein Gegenüber versäumte bessere Züge und unterlag nach Turmverlust. In einer Partie mit kleinen Fallen agierte Ingo Kuhle gewohnt kampfbetont, bis er eine Figur einheimste. Der designierte Aufsteiger gewann somit alle Ansetzungen.

Burger SC III: Kuhle 1, Geisler 0.5, Lemm 0.5, Rohrlach 1, Schenk 1, D. Grundmann 1