Die Verbandsliga-Handballer des SV Eintracht Gommern empfangen heute um 17 Uhr die Reserve des SV Langenweddingen und wollen ihre Spitzenposition verteidigen, ohne den Gegner jedoch zu sehr auf die leichte Schulter zu nehmen.

Gommern l Drei Wochen hatten die Eintracht-Handballer jetzt spielfrei, davor schienen sie sich mit drei Siegen endlich wieder etwas von ihrem kleinen Durchhänger zur Saisonmitte mit zwei Niederlagen aus drei Spielen erholt zu haben. Genau deshalb sieht SVE-Trainer Dirk Heinrichs die lange Pause mit gemischten Gefühlen: "Einerseits war die Pause ganz gut, da die Saison wirklich lang ist, andererseits ist es schwer zu sagen, ob uns die lange Pause wirklich gut getan hat."

Dabei war nach den zwei unerwarteten Niederlagen ein spielfreies Wochenende ohnehin mit einer Art teambildenden Maßnahme verplant - die ganze Mannschaft besuchte den Heidepark Soltau. "Es ging mir darum, die Kollegialität wieder in den Vordergrund zu stellen. Nicht der Handball stand an diesem Tag im Vordergrund, sondern der gemeinsame Spaß", berichtet Heinrichs.

Spätestens heute ist das Hauptthema im Team aber wieder der Handball und das Spiel gegen Langenweddingen II. Das Hinspiel gewann die Heinrichs-Sieben zwar mit 30:26, zur Pause führte allerdings die Mannschaft aus der Börde mit 12:10. "Langenweddingen II lag uns gar nicht. Zur Pause lagen wir zurück, weil wir einfach nicht in unser Spiel gefunden haben", resümiert der Eintracht-Coach das Hinrundenspiel. Ohnehin ist man in Gommern etwas mehr um Understatement bemüht, denn auf die leichte Schulter will Heinrichs den Tabellenzwölften nicht nehmen. "Wir wurden in dieser Spielzeit bereits eines Besseren belehrt, vermeintlich einfache Gegner zu unterschätzen", warnt der Gommeraner Übungsleiter vor zu viel Selbstbewusstsein. Dennoch möchte Heinrichs natürlich "endlich den Erfolg einfahren, auf den wir die ganze Saison hinarbeiten und dafür müssen wir gewinnen. Jetzt läuft die entscheidende Phase der Saison. Jetzt gilt es." Drei Spiele sind noch zu absolvieren und der SVE führt mit vier Punkten vor dem ärgsten Verfolger aus Westeregeln, auf den der Spitzenreiter am allerletzten Spieltag trifft. In Gommern möchten sie den Aufstieg da schon in der Tasche haben. Ein Gutes hatte die spielfreie Zeit allerdings. Die Eintracht kann mit "voller Kapelle" auflaufen.