Biederitz (ihe). Die Handballerinnen des SV Eiche 05 Biederitz sind am Sonntagnachmittag vor 60 Zuschauern nur haarscharf an einer Sensation im HVSA-Pokal vorbeigeschlittert und haben das Viertelfinalspiel gegen den ligahöheren SV Irxleben denkbar knapp mit 17:18 (10:9) verloren. Sechs Minuten vor Ultimo führte der Underdog noch mit 17:15.

Die Rollen waren bereits vor dem Anpfiff im Duell der zwei ewigen Rivalen, in dem der SVI in den Jahren zuvor stets die Nase vorn hatte, eindeutig verteilt. Doch gerade in den Anfangsminuten wollte der Gastgeber davon rein gar nichts wissen und ging durch Treffer von Nina Bublitz und Franziska Swoboda mit 2:0 in Führung. Nach dem Ausgleich der Gäste zogen die Einheimischen gar auf 6:3 davon. Nach dem 7:5 und einem gehaltenen Strafwurf von Sandra Tuchen bot sich dem SVE doppelt die Möglichkeit, den Vorsprung auszubauen. Diese klaren Chancen wurden jedoch ebenso vergeben, wie unzählige andere im weiteren Spielverlauf. Nach dem 9:6, Marielle Hübener traf per Siebenmeter, verkürzte der zuweilen enttäuschende Gast auf 9:8. Janina Lange und Ann-Kathrin Zornemann stellten mit ihren Toren den 10:9-Pausenstand her.

Schon in der Halbzeit bahnte sich eine erste Hiobsbotschaft für die Einheimischen an, da Nina Bublitz in der Schlusssekunde der ersten Hälfte umknickte und sie nun zum Zuschauen verdammt war. Damit stand den Biederitzerinnen nach Cindy Heitmann und Kati Stechbarth bereits die dritte Stammkraft nicht zur Verfügung. Dennoch bot der Nordligist auch in Hälfte zwei Paroli. Die Führung der Gäste glichen Franziska Swoboda und Liesa Götze aus – 14:14. Allein in dieser Phase scheiterten die Einheimischen reihenweise an der gegnerischen Torhüterin, was nicht nur deren starker Leistung geschuldet war.

Für die vorerst letzte Führung des SVI (15:14) zeigte sich abermals Kerstin Kracht vom Punkt verantwortlich, ehe Janina Lange, Liesa Götze und Marina Beer den Spieß zum 17:15 (54.) umdrehten. Einem verworfenen Siebenmeter und der Auszeit der Gäste schloss sich der 17:16-Anschlusstreffer der Irxleberinnen an. Ein technischer Fehler, sowie eine weitere nicht genutzte Möglichkeit zum 18:16 ließen die SVE-Damen weiter ins Straucheln geraten. In Überzahl gelang den Gästen durch Sabrina Wolter das 17:17 (58.). Nach einem verpufften Angriff der Biederitzerinnen bewies Kerstin Kracht mit ihrem sechsten verwandelten Strafwurf eine sichere Hand, ehe auch der letzte Angriffsversuch der Einheimischen keinen geglückten Abschluss fand.

"Wir waren so nah dran. Chancen, um den Sack zuzumachen, hatten wir zuhauf. Der Verlust von Nina Bublitz tat natürlich sehr weh. Dennoch hatten wir in einem typischem Pokalfight, in dem ich nie einen Klassenunterschied erkennen konnte, unsere Möglichkeit, die Sensation herbeizuführen", fasste der Biederitzer Trainer Matthias Altrock nach dem Schlusspfiff zusammen.

Eiche Biederitz: Tuchen, Hesse, Fleischer – Lange (4), Swoboda (2), Bublitz (2), Götze (3/1), Richter (2/1), Beer (2), Mann (1), Hübener (1/1)