Magdeburg/Niegripp (bjr) l Ganz ohne Aufregung ging es für die Landesklasse-Fußballer SG Blau-Weiß Niegripp dann doch nicht. Vor dem Gastspiel beim SV Arminia Magdeburg am Sonnabend taten sich etwa einige personelle Baustellen auf. Zum einen wurde das offensive Comeback von Thomas Böttcher doch vertagt, der Kapitän fehlte angeschlagen. Zum anderen war die Strafzahlung nach Bastian Schlüters roter Karte im Spiel gegen Tucheim noch nicht geleistet. Weil kurzfristig doch ein paar Euro das Konto wechselten, stand Schlüters Einsatz nichts im Weg - dem 2:1 (1:1)-Auswärtssieg übrigens auch nicht.

Es zeichnet die Blau-Weißen derzeit aus, dass sie für so gut wie jedes Problem eine Lösung parat haben. Zum Beispiel der ungeliebte und sandige Kunstrasenplatz in der Landeshauptstadt: Er stellte kein Hindernis für das schnelle, ebenerdige SG-Spiel dar. Zum Beispiel der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich der Magdeburger (37.), nachdem sich Torhüter Steffen Rateike verschätzte: Ihn steckten die Gäste zügig weg. Zum Beispiel die Unterlegenheit in der Luft: Das SVA-Kopfballspiel wurde kein entscheidender Faktor, weil die Niegripper gegnerische Standards gut vermieden. Zum Beispiel der stürmischen Beginn der Gastgeber: "Wir haben uns schnell sortiert", wie Trainer Joachim Greisner befand.

Die Seinen strengten nach kurzer Zeit selbst offensive Bemühungen an und wurden durch Christoph Ackmanns Treffer nach 35 Minuten belohnt. Auch wenn der Gegenschlag nur zwei Minuten auf sich warten ließ, zeigte sich die SG Blau-Weiß nach der Halbzeitpause weiter angriffslustig. Eine mustergültige Kombination über mehrere Stationen schloss Bill Jentzsch schließlich mit der erneuten Führung ab (57.), die bis zum Ende Bestand hatte. "Wir haben den Sieg souverän über die Zeit gebracht", freute sich Greisner.

Entsprechend hoffnungsfroh schauen Mannschaft und Trainer auf das Derby am kommenden Sonnabend gegen Eintracht Gommern. Wohlwissend, dass das Momentum klar auf Seiten der Niegripper liegt, die seit nunmehr acht Spielen in Folge ungeschlagen sind.

SV Arminia: Behrenwald - Keller, Hofestadt (79. Ludwig), Schulz, Gasch, Geier (54. Posselt), D. Fritzsche, Ouedraogo (60. Köhler), Hanso, Friedrich, E. Fritzsche

Niegripp: Rateike - Philipp, Müller, Ackmann, Mlynek, Zeuch, B. Schlüter, Briest, Jentzsch, Rennwald (84. Komin), M. Schlüter

Tore: 0:1 Christoph Ackmann (35.), 1:1 Daniel Fritzsche (37.), 1:2 Bill Jentzsch (57.); SR: Steffen Wozny (Alleringersleben), Heiko Stapel, Bernd Scheer; ZS: 50