Heyrothsberge (mvo/bjr) l Ganz so arg wie im legendären WM-Zwischenrundenspiel 1974 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Polen ließ es der Wettergott am vergangenen Sonntag dann doch nicht schütten. Eine "Wasserschlacht" lieferten sich die G-Jugend-Fußballer des SV Union Heyrothsberge und des TuS Magdeburg-Neustadt dennoch - mit dem besseren Ende für die Gastgeber, der im Heimspiel der Stadtliga mit 4:1 gewannen.

Das Hinspiel gegen die "Neustadt-Tiger" ging seinerzeit verloren, auch tabellarisch lagen die Unioner hinter den Gästen. Die Favoritenrolle war also vorab geklärt, doch davon war kaum etwas zu spüren. Die Platzherren starteten sofort druckvoll, scheiterten jedoch in der Anfangsphase immer wieder am guten Torhüter der Magdeburger oder am Pfosten. So kam, was kommen musste: Ein missglückter Abstoß landete in den Füßen des Gegners und es stand 0:1.

Die Unioner zeigten sich aber nur kurz geschockt. Viele gute Spielzüge über Mattis Stellmacher oder Moritz Hanke führten über außen zu guten Chancen. So folgte keine zwei Minuten nach dem Rückstand der verdiente Ausgleich. Jean Luca Sensenschmidt schoss aus acht Metern ins Tor. Die Dauerbelagerung setzte sich fort, wobei die strategische Marschroute der Trainer eingehalten und nicht blind angerannt wurde. Kombinationen und gekonnte Doppelpässe brachten die Magdeburger an den Rand der Verzweifelung. Jean Luca erlöste seine Farben schließlich mit dem 2:1. Nach einem Handspiel trat Laura Bergemann zum Freistoß aus zwölf Metern an. Der Ball flog an der Mauer vorbei und zappelte im rechten Eck.

Danach brach der Gegner auseinander. Jean Luca setzte für die Union-Youngster den Schlusspunkt zum 4:1 und bis Spielende wurden die Kräfte ein wenig geschont. So griffen die "Tiger" noch einige Male an, an der starken Abwehr der Platzherren um Torhüter Timo Leßmann war jedoch stets Endstation. Durchnässt, aber glücklich wurden die drei Punkte bejubelt.