Jerichower Land (bjr/vwo) l Morgen geht es in der Fußball-Landesklasse II um alles. Die Auf- und Abstiegsfrage könnte nach dem Wochenende geklärt sein. So würde Union Heyrothsberge mit einem Sieg in Kleinmühlingen den Titelgewinn feiern, Eintracht Gommern möchte sich aller Klassenerhaltssorgen entledigen. Kein Druck lastet jeweils auf Tucheim und Niegripp. Anstoß aller Partien ist morgen um 15 Uhr.

Traktor Tucheim (16.) -

Germania Olvenstedt (4.)

Der Absteiger sagt zu Hause Servus. Möglicherweise aber nicht still und leise, sondern mit einem Paukenschlag. Im letzten Heimspiel hofft man in Tucheim, dass der 4:3-Erfolg beim SSV Besiegdas gegen ein weiteres Team aus der Landeshauptstadt wiederholt werden kann. Wer trotz des feststehenden Abstiegs noch zweifelt, dem will die Elf von Trainer Mike Schnorrer einmal mehr folgende Aussage beweisen: "Wir sind kein Kanonenfutter."

Kleinmühlingen/Zens (7.) -

Union Heyrothsberge (1.)

Natürlich würden die Unioner den Staffelsieg lieber daheim feiern. Wenn sich aber wie im morgigen Fall die Gelegenheit bietet, diesen auf fremdem Platz klar zu machen, "würden wir dieses Kunststück trotzdem gern fertig bringen", so Union-Trainer Torsten Völckel. Weniger kompromissbereit als bei der Örtlichkeit zeigt sich der Spitzenreiter bei seinem Vorhaben: Ein Sieg soll her. Zugleich ist sich der Ligaprimus der Schwere der Aufgabe bewusst: "In den Vorjahren waren die Spiele gegen Kleinmühlingen immer knappe Vergleiche. Die Chancen liegen tatsächlich bei 50:50", so der Coach, der hofft, dass auch Andre Seipold und Tim Nagel morgen wieder fit sind.

Geht es nach dem Teamverantwortlichen Olaf Milz, sollen die Fans das Match in ein Heimspiel verwandeln: "Wir zählen auf die Unterstützung." Eine mögliche Meisterfeier - wenn auch auswärts - wäre schließlich ohne die eigenen Anhänger nur halb so schön.

Blau-Weiß Niegripp (6.) -

TuS MD-Neustadt (3.)

Mit den Ausfällen von Steffen Rateike (Schulter), Marcus Schlüter und Christoph Ackmann (beide Knie) schlug das Verletzungspech noch einmal mit voller Härte zu. Interimscoach Jürgen Wust, der den arbeitsbedingt verhinderten Joachim Greisner vertritt, traut dem Team dennoch einen versöhnlichen Ausstand zu: "Die zweite Mannschaft wird in den letzten beiden Spielen noch einmal zu unserem Pfand. Es ist auch eine gute Gelegenheit, sich für die Zukunft zu empfehlen." Ihre jetzt schon gelungene Saison wollen die Blau-Weißen nach der Partie zusammen mit den Anhängern bei einem Fass Freibier feiern.

Eintracht Gommern (13.) -

FC Zukunft Magdeb. (12.)

Im Duell der Tabellennachbarn haben beide Teams den Klassenerhalt noch nicht sicher. Somit liegt viel Brisanz im Spiel. Natürlich wollen die Gommeraner gern im letzten Heimspiel aus eigener Kraft den Ligaverbleib realisieren. Personell stehen die Vorzeichen gut. Die Eintracht möchte sich nach dem Spiel für die Unterstützung der Fans mit Freibier bedanken - umso besser würde das kühle Blonde schmecken, wenn auf den Klassenerhalt angestoßen werden könnte.