Lostau/Göhlsdorf (ahf) l Die Radballer des RC Lostau II haben heute in Göhlsdorf (Brandenburg) die Chance, sich für die entscheidenden Aufstiegsspiele zur 2. Bundesliga zu qualifizieren. Für dieses Halbfinale hatten sich Nicky und Markus Rogge in der abgelaufenen Oberligasaison aber eigentlich gar nicht qualifiziert. Weil die Mannschaften aus Zeitz und Mücheln II aber ihre Teilnahme versagten, erhalten nun die beiden Lostauer Brüder die Chance.

Unverhofft kommt oft, könnte man also sagen. Wirklich ernsthafte Gedanken über das Was-Wäre-Wenn hat sich das RC-Duo aber nicht gemacht. "Wir fahren erst einmal da hin, versuchen unser Bestes zu geben und dann werden wir sehen, zu was es am Ende gereicht hat", blickt ein pragmatischer Markus Rogge voraus. Das Brüderpaar rechnet jedenfalls angesichts der starken Konkurrenz nicht mit einem Weiterkommen. Neben dem Oberliga-Staffelsieger vom RSV Sangerhausen, bestehend aus den Ex-Weltmeistern Mike und Steve Pfaffenberger, kämpfen auch der HRV Chemnitz, der RfV Wiednitz, der FSV Brandenburg und der Schweriner SV um die Finalteilnahme. "Wir haben am Dienstag und Donnerstag trainiert und gegen unsere erste Mannschaft gespielt, aber im Radball entscheidet die Tagesform über Erfolg oder Misserfolg. Unser Standpunkt für heute lautet: Dabei sein ist alles. Sollte es für das Finale reichen, ist das erfreulich, aber wir rechnen nicht damit", so Rogge, für den Sangerhausen großer Favorit auf den Gruppensieg ist. "Wobei auch Wiednitz als Absteiger stark sein wird. Auch Chemnitz war in den vergangenen Jahren stets im Aufstiegskampf vertreten und Schwerin ist Seriensieger seiner Liga", gibt der Lostauer angesichts allzu großer Aufstiegseuphorie zu bedenken.

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