Die Mischung macht`s: Pferdesportfreunde sind am vergangenen Wochenende beim Reitturnier des RV Wahlitz 1921 voll auf ihre Kosten gekommen. Bei den 32 Prüfungen kam die Abwechslung nicht zu kurz. Neben Springreiten und Dressur standen schließlich wieder spektakuläre Fahrwettbewerbe im Mittelpunkt.

Wahlitz l Mit der Ruhe hatte es sich im Wahlitzer Wald am Sonnabendnachmittag erst einmal erledigt. Im Trab- bis Galopptempo näherten sich die Gespanne den vier Hindernissen bei den Geländefahrprüfungen. Laute Kommandos in schnellen Abfolgen hallten durch das Waldstück, ehe meist schon nach einer halben Minute kurzer Applaus aufbrandete und die Geräuschkulisse abnahm - bis zum nächsten Gespann. Die Geländeprüfungen zählten ohne Frage zu den Wettbewerben mit dem größten Zuschauerzuspruch. Kein Wunder, wurde doch spektakulärer Pferdesport geboten. Fehler wurden sofort bestraft, die eigene Risikobereitschaft dagegen belohnt. Bei der temporeichen Hatz zwischen den jeweils vier Toren ist also viel Vertrauen zu den Vierbeinern gefragt - und natürlich schnelle Reaktionen, um den zügigsten Weg zum Ausgang zu finden.

Stefan Dame hat ihn am Sonnabend beim Geländefahrwettbewerb für Zweispänner gefunden. Mit Pauline und Plexa legte der Wahlitzer die schnellste und sauberste Marathonrunde hin - und ließ im Gelände und beim Hindernisfahren noch einen dritten und zwei vierte Plätze folgen. "Er ist sowieso niemand, der gemütlich irgendwo hinfährt, ein bisschen Pferdesport betriebt und dann wieder nach Hause fährt. Stefan ist in den Wettbewerben immer bestrebt, vorn zu landen. Das wird natürlich zuhause beim eigenen Turnier noch einmal verstärkt. Mit dieser zusätzlichen Motivation legt man sich gleich noch einmal mehr ins Zeug", erklärte sein Vater Reinhard Dame, auf dessem Reiterhof die Dressurprüfungen zur Austragung kamen.

An der nötigen Ernsthaftigkeit ließ es indes kaum ein Teilnehmer mangeln - die Konkurrenz war schließlich stark und etwa auch aus Brandenburg und Niedersachsen angereist. Dennoch blieb der erste Platz beim abschließenden Turnierhöhepunkt, dem Zwei-Sterne-M-Springen, zumindest im Jerichower Land. Steffen Buchheim vom Reitverein Ihleburg hatte es gleich mit drei Pferden in die Siegerrunde geschafft, belegte dann auf Lavingon und Quinn die Plätze eins und drei. Auf dem zweiten Platz kam Kristin Windisch vom RV Königsborn mit Caldero ein. Nach ihrem Doppelerfolg in der A**-Springpferdeprüfung war es ihre zweite goldene Schleife des Wochenendes.

Diese blieb den Gastgebern mit Ausnahme von Stefan Dame zwar verwehrt, doch Gründe zum Unglücklichsein gab es in Wahlitz nicht: "Unser Vereinschef Andreas Kauert zeigte sich mit dem Abschneiden zufrieden. Wichtig war auch, dass das Turnier von den Reitern gut angenommen wurde und das bestätigten auch die Rückmeldungen, die wir erhalten haben."