Nürnberg (hal/bjr) l Am Wochenende fanden in Nürnberg die 4. Offenen Süddeutschen Meisterschaft im Ju-Jutsu-Bodenkampf (Ne-Waza) statt. Mit über 60 Teilnehmern aus der gesamten Bundesrepublik war das Turnier ein wahres Schaulaufen der deutschen Elitekämpfer. Aus Sachsen-Anhalt war das Dino-Team aus Magdeburg mit Tobias Lier angereist. Er ist derzeit unterstützender Übungsleiter der Gerwischer Judokas, bei denen Sohn Niklas erfolgreich trainiert.

Beim Ne-Waza handelt es sich um ein Wettkampfsystem des Ju-Jutsu. Ein Kampf startet immer im Stand. Ziel bei diesem Wettkampf ist es, den Gegner am Boden durch Aufgabe zu besiegen. Dies kann durch Hebel- oder Würgetechniken geschehen. Weiterhin gibt es für bestimmte Aktionen und Techniken Punkte, so dass derjenige Kämpfer mit den meisten Punkten nach Ablauf der Kampfzeit von sechs Minuten Sieger ist. Eingeteilt werden die Kämpfer in die Beginner- oder Elite-Klasse.

Lier startete in der Elite-Klasse bis 85 Kilogramm und gewann seine ersten beiden Kämpfe souverän nach Punkten. Das Halbfinale verlor er zwar gegen den späteren Titelträger, konnte sich aber nochmals für das kleine Finale motivieren und gewann durch Aufgabe seines Gegners (nach Armstreckhebel) die Bronzemedaille.

Holger Alicke, Judo-Trainer der SG Blau-Weiß, gratulierte zur klasse Leistung: "Ich freue mich immer, wenn Eltern durch ihre Kinder zum Sport finden oder umgekehrt. Und ich hoffe, dass auch sein Sohn Niklas in die Fußstapfen seines erfolgreichen Vaters tritt."

Ursprünglich hatte Lier mit dem Ringen begonnen, trainiert aber seit mehreren Jahren Brasilianisches Ju-Jutsu.