Jerichower Land (red) l Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Volksbanken-Raiffeisenbanken suchen zum nunmehr zehnten Mal die "Sterne des Sports". Aus dem Jerichower Land beteiligen sich am bedeutendsten Breitensportwettbewerb Deutschlands vier Vereine, die jeder für sich im Regionalfinale den "Großen Stern in Bronze" beanspruchen möchte. Heute: der TSV Einheit Burg mit seinem Projekt "Inklusion mit Tradition - Behindertensport in Verein."

Der mitgliederstärkste Verein aus der Kreisstadt hat es sich zum Ziel gesetzt, den Behindertensport in der Region langfristig aufzubauen und zu fördern. Mit seinem vielfältigen Angebot, bei dem Behinderte mit Nicht-Behinderten Seite an Seite sportlicher Betätigung nachgehen, hat der TSV Einheit längst über die Grenzen des Jerichower Landes hinaus Pionierarbeit geleistet. Unzählige Teilnahmen an landes- und bundesweiten Wettkämpfen haben den Verein und die Stadt bekannt gemacht. Regelmäßig werden Behindertensportler aus der Stadt der Türme in Landesauswahlen berufen, im aktuellen Fall von Christoph Senftleben vertritt ein Burger Sportler seine Farben derzeit sogar bei der Fußball-Weltmeisterschaft für Menschen mit geistiger Behinderung in Brasilien.

Die Überwindung von Grenzen spielt auch bei der Motivation der Verantwortlichen eine besondere Rolle: Vor allem soll das Leistungspotential behinderter Sportler gesteigert und erweitert werden. So werden etwa im Bereich der Leichtathletik durch aktives und gezieltes Training Bestleistungen in Serie hervorgebracht.

Dennoch sehen die Verantwortlichen im Verein auch noch Verbesserungs- und Steigerungspotential. Angestrebt wird zum Beispiel eine bessere Vernetzung, um gezielt Talente im Behindertensportbereich aufzubauen und zu fördern um so körperliche und geistige Beeinträchtigungen weiter in den Hintergrund treten zu lassen.

Die Sterne des Sports gelten gemeinhin als "Oscars des Breitensports". Der Sieger des Regionalfinals nimmt automatisch am Wettbewerb auf Landesebene teil und hat so die Chance, den "Großen Stern in Silber", beim Bundesfinale Anfang kommenden Jahres sogar in Gold, zu erreichen.