Berlin/Genthin/Lostau (rew/bjr) l Insgesamt 105 Kilometer auf vier Etappen, ein Zwölf-Kilometer-Einzelzeitfahren, ein Sieben-Kilometer-Mannschaftszeitfahren, ein 42-Kilometer-Straßenrennen und letztlich ein 20-Runden-Rennen auf dem Kurfürstendamm - diese Vielfalt an radsportlichen Herausforderungen waren bei der 22. Internationalen Kids-Tour von den 151 Rennern der Altersklassen U 15 männlich und U 17 weiblich gemeinsam zu bewältigen. Zur gemischten Sachsen-Anhalt-Mannschaft gehörten auch Hannah Steffen vom Genthiner RC 66 sowie Dorothea Heitzmann (beide U 17 weiblich) vom RC Lostau als Reservefahrerin.

Neben dem Veranstalter galten Landestrainer Andreas Kindler und Dorothea, die in einer aus Reservisten zusammengestellten Mannschaft das Rennen aufnehmen konnte, ein Kompliment. Insgesamt 38 Viererteams mit 151 Startern aus acht Ländern waren vertreten. Schwerpunkt für Hannah war mit Blick auf die Deutsche Meisterschaft im Dezember die Standortbestimmung unter den 38 weiblichen Startern im Einzelzeitfahren. Die ersten vier Plätze gingen an die starken Starterinen aus Dänemark (Bestzeit 18:56 Minuten), denen die Deutsche Meisterin aus Bayern (19:07 Minuten) auf der Straße folgte. Hannah musste sich ihrer gleichaltrigen Cottbuser Dauerrivalin Jasmin Cunert (19:16 Minuten) um zwei Sekunden geschlagen geben und belegte damit Platz sieben in der internen Wertung. Beide zählen zum jüngeren Jahrgang der U 17 weiblich.

Kein Verlass aufs Gefühl

Wie schwer die gezeigten Leistungen selbst für die Fahrerinnen einzuschätzen sind, ließ sich an den Worten der aktuellen Deutschen Meisterin bei der U 17 entnehmen: "Am Start hatte ich kein gutes Gefühl, aber mit zunehmenden Kilometern lief es immer besser. Warum das so ist, kann ich nicht erklären". Diese Unwägbarkeiten machen die nationalen Titelkämpfe für die Starterinnen wie auch für die Trainingsverantwortlichen erst so spannend. Und wer weiß: Vielleicht gelingt auch Hannah eine Überraschung?!

Dorothea beendete das Zeitfahren nach 20:34 Minuten. Bei den nachfolgenden Rennen konnten die zum jüngeren Jahrgang zählenden Sachsen-Anhalter keine Akzente setzen. Ziel war es aber auch, Erfahrungen für das nächste Jahr zu sammeln, um dann besser in die Entscheidungen eingreifen zu können. Ebenfalls aus dem Jerichower Land am Start war Christoph Heitzmann aus Lostau, der sich bei der U 13 männlich teuer verkaufte.