Der TSV Einheit Burg vertritt mit seinem Projekt "Behinderten-Sport im Verein" das Jerichower Land beim Wettbewerb Sterne des Sports 2014 auf Landesebene. Gegenüber drei anderen Teilnehmern setzte sich das Projekt aus der Ihlestadt im Finale um den Großen Stern in Bronze durch.

Burg l 7,5 Millionen Menschen sind in Deutschland in 91 000 Sportvereinen ehrenamtlich tätig. Die "Oscars des Breitensports", die gemeinsam vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den Volksbanken-Raiffeisenbanken initiiert werden, zollen diesem Engagement Tribut.

Voraussichtlich Ende November/Anfang Dezember findet das Finale auf Landesebene in Magdeburg statt, bevor vielleicht auch die bundesweite Teilnahme mit dem Großen Stern in Gold auf den TSV wartet. "Fürs Finale haben wir uns schon etwas ausgedacht", verriet der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Burger Vereins, Matthias Regenberg. Was genau, wollte er aber noch nicht verraten. Was mit dem gewonnen Preisgeld von 500 Euro geschehen soll, steht allerdings schon fest. "In unserem Fokus steht die Jugendförderung im Behindertensport. Deshalb werden wir zukünftig im gesamten Landkreis auf Talentsuche gehen, um in naher Zukunft auch ein Leistungssportzentrum für behinderte Sportler betreiben zu können." Sowohl diese ambitionierten Ziele als auch die bereits erzielten Erfolge im Bereich Fußball und Leichtathletik überzeugten die Jury um Lothar Finzelberg (Vorsitzender Kreissportbund), Detlef Mittelstädt (Geschäftsführer Kreissportbund), Steffen Trost (Vorstand Volksbank Jerichower Land) und Lars-Uwe Matthias (Individualberater Volksbank).

Doch auch die anderen Projekte erhielten für ihre Teilnahme Preisgelder im Wert von 300 bis 150 Euro. Zum ersten Mal seit der Verleihung der Sterne des Sports im Jerichower Land vor neun Jahren durften sich gleich zwei Vereine über 300 Euro freuen, da sowohl das Projekt des Burger VC 99 sowie das Kanuschnuppercamp des SV Eintracht Gommern punktgleich den zweiten Rang belegten. Auch die Abteilung Fußball des SVE durfte sich über eine finanzielle Zuwendung freuen. "Jeder Verein gewinnt bei den Sternen des Sports, deshalb ist es schade, dass nicht mehr Vereine diese Möglichkeit nutzen", zeigte sich Volksbank-Vorstandsmitglied Trost über die zurückgehenden Teilnehmerzahlen enttäuscht. "Dabei ist es nicht schwer einen Antrag auszufüllen, ihn mit Fotos und Zeitungsartikeln etwas aufzupeppen und im Idealfall sogar noch Prominenz für sein Projekt zu gewinnen", ergänzte Matthias.

Zum zehnjährigen Jubiläum im nächsten Jahr versprachen alle Beteiligten, sich etwas ganz besonderes auszudenken und vor allem neue Wege in der Teilnehmeraquirierung zu gehen, "denn eigentlich gibt es im Landkreis wesentlich mehr Vereine, die das Potential haben, an den Sternen des Sports teilzunehmen", so Kreissportbund-Vorstand Finzelberg.

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