Gommern l Am Sonnabend starten die Kegler des SV Eintracht Gommern in die neue Landesliga-Saison. Gleich zu Beginn geht es ab 13 Uhr gegen die starke Truppe aus Elsnigk. Allerdings müssen sich die Schützlinge von Sören Schulze an ein neues Spielsystem gewöhnen.

Auf Landesebene wird ab dieser Spielzeit nach dem Punktsystem Mann gegen Mann über 120 Wurf gespielt. Der Eintracht ist diese Umstellung jedoch bereits aus dem Pokal bekannt. Jetzt müssen es die Ehlestädter nur noch in der Liga annehmen.

Personell wird sich im Eintracht-Team nur wenig ändern. Ein Nachteil wird jedoch das regelmäßige arbeitsbedingte Fehlen des besten Spielers der Vorsaison, Udo Wrubel, sein.

Die Blau-Gelben testeten in der Vorbereitung mehrfach ihre Form. "Die Ergebnisse waren in Ordnung, zeigten aber auch das eine oder andere Mal noch deutliche Schwächen auf", fasste Schulze die Spiele zusammen. So gab es gegen das Landesklasse-Team aus Schönebeck am Ende ein deutliches 7:1 nach Mannschaftspunkten (MP) bei 2946:2819 Kegeln. Dabei überzeugten die Eintracht-Spieler zwar auch mit ausgeglichenen Leistungen, doch fehlten die "Ausreißer nach oben", wie Teamchef Sören Schulze formulierte. Beste Spieler waren dabei Thomas Zander (516) und Andreas Arndt (513).

Im Vergleich mit der eigenen zweiten Mannschaft, die in der Landesklasse startet, wussten beide Teams nicht voll zu überzeugen. Die Landesligisten siegten mit 5:3 (2905:2854). Hier übertraf nur Olaf Ziegler (501) aus der zweiten Mannschaft die 500er-Marke. Im Team der "Ersten" sammelten sich gleich vier Spieler rund um die 490 Kegel.

Im letzten Test beim Zweit-Bundesligisten SKV Rot-Weiß Zerbst II am vergangenen Sonntag gab es zwar eine 4:6 (4503:4324)-Niederlage, aber die spielerische Weiterentwicklung wurde eindeutig sichtbar. Gegen den haushohen Favoriten, es wurden jeweils acht Spieler auf die Bahnen geschickt, zeigte besonders Martin Hukauf (4:0, 572) mit der besten Gommeraner Leistung seine Fähigkeiten. Auch der erstmals eingesetzte Wrubel (2:2, 560) bewies, dass er trotz fehlenden Trainings zu den Top-Akteuren der Eintracht gehört.

"Eine Prognose für die Saison in der Landesliga fällt in diesem Jahr besonders schwer. Wir müssen erst sehen, wie wir und auch die Gegner mit dem neuen Spiel- und Wertungssystem klar kommen. Aber wir wollen schon im vorderen Tabellendrittel mitmischen. Ein guter Start am Sonnabend wäre dafür extrem wichtig", blickte Schulze voraus.