Landsberg/Gommern (bjr) l Als sich gestern Abend die Bustüren vor der Sporthalle am Landsberger Schulzentrum schlossen, wird niemand beim SV Eintracht den Fernsehempfang vermisst haben. Auch ohne den sonntäglichen "Tatort" auf der Rückreise hatte der Aufsteiger zur Sachsen-Anhalt-Liga seinen ganz persönlichen Handball-Krimi bereits erlebt - und beim 20:20 (8:10)-Unentschieden seinen Premierenpunkt eingefahren.

Wie im Vorfeld vermutet, hatte die Eintracht mit einigen Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen. "Wir sind mit der Landsberger Deckung nicht zurecht gekommen", bekannte Eintracht-Coach Dirk Heinrichs mit Blick auf die erste Viertelstunde, in welcher der Gastgeber mit einer gut verschiebenden Deckung agierte, gegen die sich Gommern die Zähne ausbiss. Durch mehrere verwandelte Gegenstöße warf der LHV zügig eine 6:1-Führung heraus. Doch auch der SVE legte in der Abwehr zu, deckte offener und kämpfte sich heran. Über ein 9:5 betrug der Rückstand zur Pause nur noch zwei Treffer, die Eintracht war wieder im Spiel.

Zur Pause stellte Heinrichs defensiv auf eine 4-2-Formation um. Der zuvor gut aufgelegte Landsberger Rückraum wurde so vor Probleme gestellt. Auch im Angriff zeigten sich die Gommeraner in der zweiten Hälfte formverbessert. "Wir haben nun mehr Lücken von den Landsbergern angeboten bekommen und sind auch dort hineingestoßen", befand der Coach. Augenscheinlich gut funktionierte die Achse aus dem Aufbau an den Kreis, wo entweder Neuzugang Sven Herrmann oder Jens Schmidt zur Stelle waren. So ereichten die Gäste beim 12:12 nach 40 Minuten erstmals im Spiel Gleichwertigkeit, legten sechs Minuten vor dem Ende sogar eine eigene 19:18-Führung vor.

Die große Überraschung schien möglich. Doch in der nachfolgenden Gommeraner Unterzahl kam der Gastgeber noch einmal zurück, glich erst aus, ging dann wieder mit 20:19 in Führung. 40 Sekunden vor Ultimo egalisierte die Eintracht dann aber erneut den Rückstand, ein letzter LHV-Angrif brachte nichts ein. Entsprechend positiv gestimmt zeigte sich der Gästetrainer: "Wir haben auf jeden Fall einen Punkt gewonnen, aber auch gemerkt, dass das hier wirklich eine andere Liga ist. Über den Kampf und die spielerische Leistung haben wir zurückgefunden und können zufrieden mit uns sein."

Eintracht Gommern: Hartung, Salm - Böttcher (1), Bomke, Kaese (4/3), Schäde, Eckhardt (5), Schmidt (1), D. Einwiller (3), Lindner (1), Kaffenberger (1), Herrmann (3), Koch, Schröder