Im Topspiel der Volleyball-Landesoberliga reist der Burger VC 99 als Tabellenführer zum Regionalliga-Absteiger MTV Wittenberg. Der ungeschlagene Gastgeber will auch morgen ab 15 Uhr seine weiße Weste wahren und die Liga-Spitze erklimmen.

Burg (rgä/ahf) l Der Kampf um den Oberliga-Thron ist also angerichtet. Die Mannschaft des Burger VC 99 steht durch den erkämpften Punkt aus der Begegnung mit Weißenfels überraschend an der Tabellenspitze, hat allerdings ein Spiel mehr absolviert. Der Kontrahent der morgigen Partie ist jedoch bisher ungeschlagen. Zumindest auf dem Papier kommt es also zur Begegnung zwischen dem Liga-Primus und dem aktuell Drittplatzierten.

Die Spannung dieser Partie wird noch weiter angefacht, da sich beide Mannschaften erstmals gegenüberstehen. Trotz des Abstiegs aus der Regionalliga und einem neugestalteten Kader geben die Wittenberger Volleyballer den sofortigen Wiederaufstieg als Saisonziel aus. "Als Meisterschaftsfavorit wollen wir uns nicht vom Primus nach zwei Siegen in Folge einen schwarzen Fleck auf der weißen Weste verpassen lassen. Wir gehen aufs Parkett, um zu gewinnen", gibt Trainer Ulf Jonas die Marschrichtung vor.Nach vierwöchiger Auszeit ist rechtzeitig Wittenbergs Nummer eins, Raik Zischkale, wieder mit auf dem Parkett. Er möchte mit seinen Teamgefährten die Ihlestädter vom Tabellenthron stoßen.

Ungeachtet dessen ist auch der BVC 99 momentan mit einer spielerischen Sicherheit ausgestattet, die der unerwartet souveräne Saisonstart mit sich brachte. Mit Einsatz und Kampfgeist sowie einer geschlossenen Mannschaftsleistung setzten die Ihlestädter mit zwei Siegen und einer knappen Auswärtsniederlage ein Ausrufezeichnen. "Unser Team ist nach der jüngsten Niederlage gegen Weißenfels aber keinesfalls geknickt und steht überraschend an der Tabellenspitze. Diese soll uns auch nach dem Spieltag noch innewohnen. In Wittenberg zu gewinnen, ist so gut wie unmöglich und wir gehen sicher nicht als Favorit in die Begegnung, wenn wir aber eine Chance gegen ein so starkes Team haben, werden wir uns nicht verstecken, sondern attackieren", ist sich Sebastian Behr sicher.

Für Burgs Trainerin Jessyka Postolla ist das Ergebnis des morgigen Nachmtitags jedoch erst einmal Nebensache: "In der Vorbereitung ist es ganz gut gelaufen. Doch im Vordergrund steht, dass mein Team eine ordentliche Leistung zeigt. Wir arbeiten von Spieltag zu Spieltag und das Schritt für Schritt. Ich lasse mich nicht von Tabellenplätzen nervös machen. Dafür ist es noch viel zu früh. Aktuell sehe ich Fortschritte und nur das zählt." Doch zuletzt machten dem ein oder anderen BVC-Volleyballer Blessuren oder eine Erkältung zu schaffen. "Wer spielen wird, das werde ich erst kurzfristig festlegen", so Postolla. Die Burger wussten zuletzt aber in jeder Formation zu überzeugen.