Jerichower Land (ahf) l Während der SV Eintracht Gommern die morgige Begegnung mit dem TSV Rot-Weiß Zerbst in der Fußball-Landesklasse absagen musste, weil die Verantwortlichen bei 20 Absagen gar keine andere Wahl hatten, will der SV Germania Güsen im Heimspiel um 15 Uhr gegen Blau-Weiß Neuenhofe endlich den ersten Sieg auf dem eigenen Platz feiern. Die SG Blau-Weiß Niegripp hofft derweil auf den positiven Effekt des Kunstrasenplatzes der TuS Magdeburg-Neustadt.

TuS MD-Neustadt (8.) -

SG Niegripp (9.)

Die Gastgeber spielten bisher überraschend schwach auf eigenem Geläuf. Nur vier magere Punkte holten die Neustädter bisher zu Hause. Doch die Gäste aus Niegripp zeigten sich zuletzt aufgrund der großen Personalnöte in einer Formkrise. "Wir laufen jede Woche mit einer anderen Aufstellung auf, so kann sich die Mannschaft nicht einspielen", beklagt SG-Trainer Joachim Greisner die momentane Misere. Doch ein Sieg gegen den Tabellennachbarn würde den Blau-Weißen durchaus gut tun. Und da Greisner zuletzt 14 Akteure auf seinem Zettel hatte, ist seine Stimmung prompt optimistischer: "Es sieht ja schon besser aus." So kann der Trainer der SG über volle 90 Minuten auf Lucas Briest bauen und auch Matthias Lindenblatt und Thomas Eschner stehen ihm wieder zur Verfügung. Einzig Christoph Ackmanns Einsatz über die gesamte Spieldauer ist noch fraglich. Abgesehen von der sich entspannenden Personalsituation verspricht sich der Niegripper noch von einer anderen Tatsache durchaus einen Vorteil: "Ich glaube der Kunstrasenplatz liegt unserem Spiel besser, als unser eigener Rasen zuletzt."

SV Germania Güsen (14.) -

Blau-Weiß Neuenhofe (5.)

Einen Vorteil aus der gemeinsamen Vergangenheit, als beide Mannschaften noch in Staffel I der Landesklasse gegeneinander spielten, wollte Güsen-Trainer Hartmut Kober am gestrigen Nachmittag nicht erkennen. In erster Linie müsse sich seine Mannschaft auf sich selbst konzentrieren und "nicht resignieren ob der Lage, in der wir uns momentan befinden. Wichtig ist, dass wir den Kopf hochnehmen und konzentriert weiterspielen." Die meisten Ergebnisse fielen knapp aus und so schlecht sah das, was der SV Germania über weite Strecken in den vergangenen Partien zeigte, gar nicht aus. Einzig das Ergebnis stimmte nur selten. "Nur mit Kampf kommen wir nicht weiter, wir müssen zum Fußballspielen zurückkehren", mahnte der Germania-Coach. Ein Heimsieg wäre nicht nur wichtig, weil die Hausherren dann die Abstiegsplätze verlassen würden, auch die eigenen Fans kämen dann in den Geschmack einer Siegesfeier. Zu Hause gewannen die Güsener zuletzt in der Kreisoberliga. Bis auf Eric Kopp, der immer noch verletzt ausfällt, kann Kober auf seinen gesamten Kader zurückgreifen. "Ich bin optimistisch, dass wir uns endlich auch einmal belohnen."