Die Handballer des SV Eintracht Gommern haben nicht nur heute um 17 Uhr in eigener Halle mit der SG Kühnau einen schweren Gegner vor der Brust, sie müssen bereits am Sonntag erneut bei der Sieben des HBC Wittenberg antreten. Zwischen dem heutigen Heimspiel und der Partie, die morgen um 15 Uhr angepfiffen wird, bleibt dem Sachsen-Anhalt-Ligisten kaum Zeit zur Regeneration.

Gommern l Den fünften Tabellenrang, den die Eintracht momentan innehat, möchte SVE-Trainer Dirk Heinrichs nicht überbewerten: "Die Saison ist noch lang. Wir haben einen guten Start hingelegt, das war auch wichtig, aber es ist noch zu früh, um davon etwas abzuleiten." Während die Ehlestädter noch nicht wissen, in welcher Tabellenregion sie am Ende der Spielzeit rangieren, sieht Heinrichs den heutigen Gegner durchaus als Favoriten für einen der oberen Plätze. "Als Aufsteiger hat Kühnau bereits sehr schöne und gute Spiele abgeliefert. Gegen Calbe, auf die wir am nächsten Wochenende treffen, werden sicherlich nicht viele Teams gewinnen."

Der Verbandsligaaufsteiger aus der Südstaffel knackte am vergangenen Wochenende die TSG Calbe mit 23:22 und das, obwohl die SG-Sieben acht Minute vor der Schlusssirene noch mit drei Toren zurücklag (19:22). Deshalb wäre es Gommern-Trainer Heinrichs auch lieber gewesen, "wir hätten in Kühnau rangemusst. Ich gehe schon davon aus, dass wir uns im Saisonverlauf steigern werden und da wäre es schöner, das Heimspiel noch für die Rückrunde zu haben." In jedem Falle wird diese Begegnung ein echter Prüfstein.

Den bisher einzigen Minuspunkt der Kühnauer fügte ihnen der morgige Eintracht-Gegner, HBC Wittenberg, zu. Da den Lutherstädtern am eigentlichen Spieltermin die Halle nicht zur Verfügung stand, wurde das für Ende September geplante Spiel nun auf morgen verlegt. SVE-Coach Heinrichs schmeckt das allerdings nur bedingt: "Der HBC steht zwar momentan unter uns in der Tabelle, aber auch sie haben eine starke Mannschaft, wie das Unentschieden gegen Kühnau zeigt. Es wäre günstiger gewesen, wir hätten erst gegen Wittenberg gespielt und dann gegen die SG." Eine zusätzliche Schwierigkeit sieht Heinrichs in der ungünstigen Spielzeit. Bereits um 15 Uhr müssen die Ehlestädter in Wittenberg antreten. "Mit schweren Beinen schon zum Mittag aufbrechen und dann zwei Stunden im Bus sitzen", stöhnt der Eintracht-Trainer. Zumal die Gommeraner Sieben ohnehin keine guten Erinnerungen an diese Anfangszeit hat. Vor zwei Wochen spielte der SVE im Pokal schon einmal so früh. Die nächste Runde sehen die Eintracht-Spieler nur von der Zuschauertribüne.

"Die SG Kühnau ist bereits eine große Hürde und auch wenn das Spiel heute Priorität hat, ist auch der HBC kein leichter Gegner, von der TSG Calbe in sieben Tagen ganz zu schweigen", merkt Heinrichs an. Es sieht so aus, als stünde die Eintracht vor einer Woche der Wahrheit. Doch zumindest will die Ehlesieben an die alte Heimstärke anknüpfen und das verlorene Spiel gegen den BSV Magdeburg zuletzt in eigener Halle vergessen machen.

Es fehlen: Dennis Einwiller (privat), Philipp Eckhardt (angeschlagen), Gordon Kaffenberger (fraglich) - keine Angabe