Güsen (bjr) l Durch einen 29:24 (18:13)-Heimsieg über den LSV 90 Klein Oschersleben hat sich der Güsener HC am Sonnabend im Vorderfeld der Handball-Verbandsliga zurückgemeldet. "Der Sieg hätte höher ausfallen können. Ein bisschen haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht", bemerkte Coach Thomas Lepper, war aber bereits bei der Beantwortung von Detailfragen. Für einen handfesten Eklat sorgte derweil der Gästeanhang, der für eine mehrminütige Spielunterbrechung sorgte.

Die Gastgeber fanden gut ins Spiel. Ab dem 3:1 (5.) und bis zum 8:6 (15.) pendelte sich der Vorsprung konstant bei zwei Treffern ein. Wenig später hatten die Gastgeber die Zügel noch mehr angezogen und hielten Klein Oschersleben mit vier Treffern auf Distanz (13:9). Spätestens mit der Fünf-Tore-Führung zur Pause war klar: Die Mission "zweiter Heimsieg" war auf einem guten Weg.

Der Sieg geriet in Hälfte zwei auch nicht in einer Phase in Gefahr, als sich der GHC offensiv eine Auszeit gönnte, weil auch die Gäste nicht ihren besten Tag erwischten. Das traf im Besonderen für den Anhang zu. Als Schiedsrichter Nico Trumpf aus dem Gespann mit seinem Bruder Danny (SV Rohrberg) bei einem Konter mit einem LSV-Spieler kollidierte, ließen sich die Gästefans zu Beleidigungen hinreißen, die so weit unter der Gürtellinie lagen, dass Ordnungskräfte die Lage beruhigen mussten. Am Heimsieg änderte dies ebenso wenig wie an der Tatsache, dass dem LSV 90 im Nachgang reichlich Ungemach droht.

Güsener HC: Bretschneider, Teske - K. Haßbargen (4), Schulz (5), E. Klewe (2), S. Prause (2), Seydlack, C. Haßbargen (9), R. Klewe (2), Kampe (2), Heitzmann (2), Gerlach, Mache

Siebenmeter: GHC 3/3 - LSV 6/5; Zeitstrafen: GHC 3 - LSV 8