Der SV Theeßen 85 bleibt der große Dominator der Fußball-Kreisoberliga. Auch am 8. Spieltag fuhr der Spitzenreiter ein klaren Erfolg ein, der nur vom Tucheimer Kantersieg überstrahlt wurde.

Jerichower Land l Überragender Mann beim 11:1-Heimsieg des SV Traktor über Ihleburg/Parchau war Aaron Ziemert, der stolze fünf Treffer beisteuerte und dem ein lupenreiner Hattrick gegen bemitleidenswerte Gäste gelang.

Burger BC 08 II -

Spg. Loburg/Rosian 4:0 (2:0)

"Wiedergutmachung" lautete der Arbeitstitel für das erste Heimspiel nach der desaströsen Leistung aus der Vorwoche (1:9 in Bergzow) aus Sicht des BBC II. Und diese leisteten die Kreisstädter gegen das noch immer punktlose Schlusslicht. Lucas Müller (14., 21) und der agile Danny Lindenblatt (52.) stellten halbzeitübergreifend die Weichen auf Sieg, ehe Schlussmann René Bonitz in der letzten Minute seinen eigentlichen Arbeitsplatz verließ und auf der Gegenseite einen Foulelfmeter verwandelte. Beim Zurücklaufen musste sich der Keeper nicht mehr beeilen, kurz darauf pfiff Schiedsrichter Marko Schmidt (Karith) die einseitige Begegnung ab.

Tore: 1:0, 2:0 Lucas Müller (14., 21.), 3:0 Danny Lindenblatt (52.), 4:0 René Bonitz (90., FE); SR: Marko Schmidt (Karith), Normann Schulz, Diana Nagel; ZS: 50

Fortuna Genthin -

VfL Gehrden 0:3 (0:2)

Gut gespielt und am Ende doch wieder ohne Zählbares: Die Fortuna wartet auch nach sieben Spielen auf den ersten Sieg. Auch wenn gegen starke Gehrdener kaum mit einem vollen Erfolg zu rechnen war, stimmte die Art und Weise der Niederlage Genthins Trainer René Bierbrauer nachdenklich: "Wir erspielen uns in der ersten Hälfte ein Chancenplus, schlagen kein Kapital daraus und geraten dann durch einen fragwürdigen Elfmeter in Rückstand." Noch schlimmer kam es durch die Gegentreffer zwei und drei kurz vor und nach dem Seitenwechsel. "Aber selbst nach dem 0:3 hatten wir noch einige Chancen. Am Ende war Gehrden nicht das bessere, sondern das clevere Team. Kämpferisch kann ich meiner Mannschaft absolut keinen Vorwurf machen", fasste der Fortuna-Coach zusammen.

Tore: 0:1 Stephan Lange (35., FE), 0:2 Michael Tanz (42.), 0:3 Florian Baumgart (49.); SR: Wolfgang Bathe (Parey), Lukas Richter, Wolfgang Schneider; ZS: 22

TSV Brettin/Roßdorf -

DSG Eintr. Gladau 0:2 (0:1)

"Jede Pleite wurmt uns", bekannte TSV-Trainer Tino Schmahl und musste nach der neuerlichen Niederlage gegen den Aufsteiger zugeben, dass seine Elf derzeit ein Schatten ihrerselbst ist: "Wir wollten unter die ersten Fünf, liegen jetzt auf Platz acht. Es läuft vieles nicht, wie es sollte." Hinzu kam am Sonnabend einmal mehr die angespannte Personallage. Mit Thomas Schmahl, Florian Krause, Ronny Lippelt und Peter Bülow fehlten weiterhin wichtige Stammkräfte. "Dennoch war die Niederlage vermeidbar". So verbuchte Marvin Helm vor dem 0:1 durch Janik Pfennighaus (31.) eine hochkarätige Chance zur Führung, die mangelnde Effektivität rächte sich auch durch das späte 0:2 durch Johannes Röbisch (85.). Glück im TSV-Unglück: Der Pfosten verhinderte Gegentreffer Nummer drei.

Tore: 0:1 Janik Pfennighaus (31.), 0:2 Johannes Röbisch (85.); SR: Ralf Linke (Niegripp), Raik Witte, Bernd Schalla; ZS: 70

SG Blau-Weiß Gerwisch -

Borussia Genthin 1:2 (1:1)

Spannung bis zum Schluss herrschte am Gerwischer Eschenweg - mit dem besseren Ende für die Borussia, die durch Julien Zander den entscheidenden Schlag setzte (87.). "Beide Teams haben die Entscheidung gesucht und wir haben sie leider verpasst, einmal mehr Lehrgeld bezahlt. Aber die Niederlage wirft uns nicht um", stellte SG-Coach René Pinske klar.

Nachdem die Gäste die gut herausgespielte Führung durch Tobias Thiede erzielten (32.), traf Marc Köthnig noch vor der Pause zum verdienten Ausgleich (40.). Im zweiten Abschnitt wogte das Geschehen hin und her, ehe Zander vom Ausrutscher eines Gerwischer Innenverteidigers profitierte.

Tore: 0:1 Tobias Thiede (32.), 1:1 Marc Köthnig (40.), 1:2 Julien Zander (87.); SR: Rudolf Krüger (Stegelitz), Michael Strobach, Ewald Fink; ZS: 64

TSG Grün-Weiß Möser -

Grün-Weiß Bergzow 3:0 (2:0)

Die TSG atmete nach dem zweiten Saisonsieg vorsichtig auf, gelang doch immerhin im "Sechs-Punkte-Spiel" ein wichtiger Erfolg. Die Weichen stellten die Gastgeber in Hälfte eins durch Treffer von Andreas Breckau (21.) und Danny Krakor (39.). Von der Leichtigkeit des 9:1-Erfolgs aus der Vorwoche gegen die BBC-Reserve war bei Bergzow wenig zu erkennen. Dass die Heimelf wacher wirkte, wurde unmittelbar nach Wiederbeginn deutlich. Erneut Krakor nutzte die Schläfrigkeit aus und traf ins lange Eck zum 3:0-Endstand. Zugleich endete eine lange Durststrecke: Die TSG hatte rund ein halbes Jahr auf einen Heimsieg warten müssen.

Tore: 1:0 Andreas Breckau (21.), 2:0, 3:0 Danny Krakor (39., 46.); SR: Uwe Friedrichs (Gerwisch), Klaus Nowak, Conny Seidler; ZS: 45

SV Theeßen 85 -

U. Heyrothsberge II 5:2 (4:1)

Nein, unheimlich werden sie sich beim Tabellenführer selbst noch nicht. "Wenn es nach den Jungs geht, kann die Serie gern noch ein paar Spiele anhalten", gab ein gut gelaunter Theeßener Spielercoach Martin Prost zu Protokoll. Er selbst besorgte mit einem direkt verwandelten Freistoß den "Eisbrecher", anschließend agierten die Hausherren mit großer Sicherheit und schossen mit dem 4:1 zur Pause bereits die Vorentscheidung heraus. Nach dem Seitenwechsel ließen es die Hausherren ruhiger angehen, doch selbst als die Union-Reserve durch Benjamin Beyer zum 2:4 verkürzte (74.), brach keine Hektik bei den 85ern aus. Auffällig: Bis auf das 1:0 entsprangen alle Theeßener Tore starken Kombinationen. "Es spielt sich alles immer besser ein und wir ernten Woche für Woche die Erfolge."

Tore: 1:0 Martin Prost (2.), 2:0 Stefan Kempf (19.), 3:0 Martin Prost (27.), 3:1 Christian Kloska (35.), 4:1 Stefan Kempf (43.), 4:2 Benjamin Beyer (74.), 5:2 Konstantin Hoger (89.); SR: Dirk Wiesener (Tucheim), Jürgen Schulze, Andre Hempel; ZS: 41

SV Traktor Tucheim -

Ihleburg/Parchau 11:1 (6:1)

Nach dem 1:6 der Vorwoche gegen Heyrothsberge II lieferten die Tucheimer im Heimspiel den kompletten Gegenentwurf. "Was wir in der Vorwoche an Passivität gezeigt haben, waren wir diesmal dem Gegner voraus. Die Mannschaft hat die Marschroute mit dem frühen Tor hervorragend umgesetzt", freute sich Gastgebercoach Mike Schnorrer, der natürlich vor allem Fünffach-Torschütze Aaron Ziemert lobte: "Er hat wirklich einen bombigen Tag erwischt und stand genau dort, wo ein Stürmer stehen muss."

Bevor Ziemert nach der Pause seinen lupenreinen Hattrick erzielte, verbuchten auch die Gäste durch Dave David Lüdersdorf ihr einziges Erfolgserlebnis an einem ansonsten gebrauchten Sonnabend (37.). "Das Gegentor haben wir durch einen Stellungsfehler begünstigt, aber wir wollen nicht das Haar in der Suppe suchen. Nun hoffen wir, dass uns die Euphorie auch in den kommenden Spielen noch ein wenig trägt", blickte der Coach voraus.

Tore: 1:0 Andreas Diers (3.), 2:0 Alexander Wöhling (16.), 3:0 Aaron Ziemert (21.), 4:0 Thomas Schulze (23.), 4:1 Dave David Lüdersdorf (37.), 5:1 Thomas Schulze (39.), 6:1, 7:1, 8:1, 9:1 Aaron Ziemert (43., 69., 78., 83.), 10:1 Thomas Schulze (85.), 11:1 Toni Köpke (90.); SR: Michael Pieper (Redekin), Tim Lach, Peter Laven; ZS: 45