Sellin/Ferchland (iti/bjr) l Deutschlands größte Insel hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wahren Radlerparadies entwickelt. Dazu tragen neben reizvoller Landschaft und Radwegen sowie ruhigen Landstraßen auch vielfältige Radsportereignisse bei. Seit 2009 findet die Rügen-Challenge statt. Diese hat sich inzwischen zum größten Radsport-Event in Mecklenburg-Vorpommern gemausert. Längst hat sich die Rügen-Challenge auch bis zum Triathlon-Team Ferchland herumgesprochen, das kürzlich mit einem kleinen Aufgebot teilgenommen hat.

Die vielen Zuschauer und Teilnehmer verliehen dem Event auch in diesem Jahr eine Atmosphäre, wie sie wohl sonst nur bei der Tour de France oder der früheren Friedensfahrt vorherrscht. Organisiert wurde das Jedermann-Rennen vom ehemaligen Olympiasieger und Profifahrer Olaf Ludwig.

Einen Tag vor dem Rennen reiste das Ferchländer Team an. Nach der Startnummernausgabe trafen sich alle Sportler mit ihren Familien und ließen den Abend gemütlich ausklingen. Am Renntag erfolgte um 10.30 Uhr die Startaufstellung. Es herrschte tolles Rennwetter mit Temperaturen um 20 Grad Celsius. Am 54-Kilometer-Rennen beteiligte sich ein 204-köpfiges Starterfeld, so dass man sich schnell einer Gruppe anschließen musste, um nicht allein gegen den Wind zu fahren. Die Strecke wies ein sehr bergiges Profil auf, immerhin waren fast 300 Höhenmeter zu überwinden.

Schnellster des Ferchländer Teams war Cord Jehle (1:52 Stunden) vor Rainer Bonitz (1:54 Stunden), Ingo Tiesler (1:57 Stunden), Ronny Bonitz (1:59 Stunden) und Heiko Henning (2:11 Stunden). Alle Männer kamen im Mittelfeld ihrer Altersklassen ins Ziel und waren zufrieden. Ganz ohne Komplikationen verlief das Rennen aber dann doch nicht: Eine zwölfköpfige Fahrergruppe, unter ihnen die Ferchländer, wurde im Städtchen Bergen vom Streckenposten fehlgeleitet und musste ein zeitliches Handicap von rund drei Minuten verkraften. Bevor sich jedoch ein Anflug von Ärger ausbreiten konnte, freuten sich im Hobbyteam alle, das Ziel erreicht zu haben. Spaß an der Bewegung und Zusammenhalt zählten weitaus mehr als schnelle Zeiten.

Als "Mann des Tages" galt daher auch Heiko Henning, der das Rennen mit einen Mountainbike absolvierte, den Anschluss verlor, aber eben nicht aufgab. Einzige Ferchländerin war übrigens Anke Tiesler, die unter den Frauen ganz vorn mitfuhr. Sie errang in der Altersklasse 40 - 50 w Platz drei und Rang zehn in der Gesamtwertung.