Gommern/Güsen/Niegripp (bjr/vwo) l Während der SV Eintracht Gommern und die SG Blau-Weiß Niegripp derzeit in der Fußball-Landesklasse, Staffel II, nach Wegen aus dem Leistungstief suchen, geht der SV Germania Güsen (11.) morgen ganz entspannt ins Aufsteigerduell. Im Duell der beiden Liga-Neulinge empfängt die Kober-Elf den starken HSV Medizin Magdeburg (3.). Auf die Eintracht (15.) und die SG Blau-Weiß (9.) warten entscheidende Duelle auf vermeintlicher Augenhöhe.

Eintracht Gommern (15.) -

Arminia Magdeburg (12.)

Spätestens seit dem vergangenen Wochenende, als die Eintracht durch die 0:3-Niederlage beim Aufsteiger HSV Medizin auf einen Abstiegsplatz abrutschte, gilt das Heimspiel gegen den SV Arminia als "Sechs-Punkte-Duell". Allerdings fehlt mitten in dieser entscheidenden Phase der Hinrunde mit Mario Storm und Rene Freitag das etatmäßige Gommeraner Trainerduo. Beide weilen derzeit im Urlaub. So haben Michael Herms und Steffen Kräuter die wenig beneidenswerte Aufgabe, die Trendwende einzuläuten. Gutes Omen: Beim vorerst letzten SVE-Sieg, dem überzeugenden 4:0-Erfolg über den SV Fortuna Magdeburg II vom 4. Oktober, fungierten beide schon einmal als Interimstrainer.

Allerdings bleibt den personelle Situation angespannt. Noch immer fehlen sieben verletzte Spieler. Dafür kehren mit Timo Wacker und Sebastian Woche zwei Akteure zurück, die zuletzt gesperrt fehlten. Und einen weiteren Lichtblick machten die Verantwortlichen unter der Woche aus: Tilmann Roos kehrte nach mehrmonatiger Verletzungspause wieder ins Mannschaftstraining zurück. Für eine sofortige Rückkehr kommt das morgige Spiel wohl aber noch zu früh.

Germania Güsen (11.) -

HSV Med. Magdeburg (3.)

Wieder ein Gegner aus der oberen Tabellenhälfte und wieder kein Grund, sich zu fürchten: Die Güsener zogen aus dem 2:2-Remis der Vorwoche beim TSV Rot-Weiß Zerbst eine Menge Selbstbewusstsein und gehen mit ebenso breiter Brust ins Duell gegen den überraschend stark gestarteten Magdeburger Stadtmeister. "Wir haben bewiesen, dass wir gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte mithalten können. Wichtig ist, defensiv sicher zu stehen. Vorn sind wir immer für ein Tor gut", lobt SVG-Coach Hartmut Kober daher auch ohne falsche Bescheidenheit aus.

Derweil üben sich auch die Magdeburger nicht in Zurückhaltung. "Wir sind auf dem richtigen Weg und reisen mit breiter Brust nach Güsen", sagte HSV-Trainer René Angerer nach dem 3:0-Sieg der Vorwoche gegen den SV Eintracht Gommern. Vor allem die Defensive gilt als Prunkstück der Stadtfelder. Nur neun Gegentore und damit die wenigsten aller 16 Teams der Staffel II kassierte der Aufsteiger. Entsprechend dicke Bretter wird die Germania-Offensive, die weiterhin ohne den verletzten Eric Kopp auskommen muss, morgen bohren müssen.

Besiegdas Magdeb. (13.) -

SG Blau-Weiß Niegripp (9.)

Viele blau-weiße Hoffnungen ruhen auf Paul Sandmann. Vier Wochen lang musste der mit fünf Saisontreffern torfährlichste Niegripper zuletzt studiumsbedingt passen, vier Spiele lang erzielte sein Team keinen Treffer. Das soll sich in der morgigen Auswärtspartie ändern, wenn Sandmann wieder zum Team stößt. "Wir brauchen wieder ein Erfolgserlebnis", fordert SG-Trainer Joachim Greisner.

Die Vorzeichen stehen jedoch unverändert ungünstig. Mit Stand gestern treten genau elf Blau-Weiße die Reise in den Magdeburger Osten an, auch Routinier Thomas Eschner hilft einmal mehr aus. Da jedoch die Niegripper Reserve zeitgleich in der Kreisliga gefordert ist, kann nicht von Verstärkung ausgegangen werden. Indes tritt auch der SSV Besiegdas nicht in Bestbesetzung an. Der landesligaerfahrene Marcus Mähnert fehlt gelb-rot-gesperrt.