Heute um 17 Uhr treffen die Verbandsligahandballer des Güsener HC auf heimischem Parkett auf ihren Ligakonkurrenten SV Eiche 05 Biederitz. Im Kreisderby wird es allerdings nicht um zwei Punkte gehen, sondern um den Einzug in das Viertelfinale des HVSA-Cups.

Güsen/Biederitz l Eigentlich, geht man nach der Tabellensituation, sollte die Favoritenrolle ganz klar bei den Gastgebern liegen. "Diesen Status weisen wir aber ganz klar von uns", wiegelt Spielertrainer Andy Mache gleich ab. Gründe dafür hat der Güsen-Coach auch parat: "Wir treten verletzungsbedingt nicht in Bestbesetzung an." Dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass der GHC einen kleinen Vorteil in diesem Duell der beiden JL-Teams hat. Vier Siege hat der Gastgeber der heutigen Partie in der Liga auf dem Konto und belegt damit Rang fünf in der Tabelle. Außerdem sind die Güsener bekanntermaßen sehr heimstark. Das stellte der Fünftplatzierte der Verbandsliga in dieser Saison auch bei den beiden Heimsiegen gegen den LSV 90 Klein Oschersleben (29:24) und dem Glinder HV "Eintracht" (36:25) unter Beweis. Was könnte da gelegener kommen als ein prestigeträchtiges Kreisderby im HVSA-Pokal? "Die Liga ist uns wichtiger. Ein Ausscheiden wäre für uns kein Beinbruch, lieber würden wir in zwei Wochen die Punkte im Ligavergleich bei uns behalten", so der Güsener Trainer. Was aber nicht heißen soll, "dass wir nicht voll motiviert sind und uns auf das Derby freuen."

Mit lediglich zwei Saisonsiegen belegen die Gäste der heutigen Begegnung einen enttäuschenden elften Platz in der Tabelle. Einzig beim Saisonauftakt gegen die SG Lok Schönebeck (26:21) und am fünften Spieltag gegen den HV Ilsenburg (27:24) punkteten die Biederitzer bislang. Nach dem mäßigen Ligastart schraubte Eiche-Coach Uwe Werkmeister die Saisonziele unlängst nach unten. "Wir spielen aktuell mit fast genau demselben Mannschaftskern, mit dem wir auch die vergangene Saison bestritten haben. Besonders die Verletzungen von Robert Gottschalk und Sven Hebestreit treffen uns schwer", hadert der Trainer der Ehle-Sieben mit verletzungs- und arbeitsbedingten Absagen. Doch genau deshalb kommt den Gästen das Derby gerade recht. "Das Spiel gegen Güsen könnte zu keinem besseren Zeitpunkt kommen. Jetzt können sich alle Spieler, die bisher über zu wenig Einsatzzeiten geklagt haben, beweisen. Die Güsener werden uns alles abverlangen und wir wollen so lange wie möglich mithalten und vielleicht können wir sogar gewinnen."

Während der GHC auf Christian Haßbargen und Sebastian Heitzmann verzichten muss, stand bei den Gästen gestern Nachmittag noch nicht fest, wer heute einsatzfähig ist.