Mit den Wettkämpfen der Altersklassen 12 bis 16 haben die 21. Hallen-Kreismeisterschaften der jungen Leichtathleten am Sonnabend ihren Abschluss gefunden - einen mehr als würdigen, wie die Flut an Bestleistungen zeigte. Mit 110 Aktiven wurde zudem eine neue Höchstmarke der jüngeren Geschichte erreicht.

Burg l An eine rekordverdächtige Teilnehmerzahl war allerdings in der vergangenen Woche so gar nicht zu denken. Hauptorganisator Steffen Hartwig packten zwischenzeitlich ernste Zweifel, die das ganze Unterfangen in Frage stellten. "Die Zahl der Voranmeldungen war bis Mittwoch nicht berauschend. Wir mussten uns Gedanken machen, ob die Teilnehmerzahl den Aufwand, den ein solcher Wettkampf mit sich bringt, rechtfertigt", blickte der Schulsportkoordinator und Leiter der Abteilung Leichtathletik/Kindersport beim SV Eintracht Gommern auf einige bange Momente zurück.

Doch Ende gut, alles gut: Vor dem Wochenende schnellte die Zahl der Rückmeldungen aus den elf teilnehmenden Schulen und Vereinen des Landkreises noch einmal nach oben und bescherte den Veranstaltern das beste Ergebnis der vergangenen fünf Jahre. Zuletzt waren meist knapp unter 100 Aktive in den älteren Jahrgängen an den Start gegangen. Dass am Sonnabend beim zweiten Teil der 21. Hallen-Kreismeisterschaften und des 11. Walter-Seidel-Cups nicht nur Masse, sondern auch Klasse angesagt war, zeigte sich schnell im Verlauf des vierstündigen Wettkampfs. Die Leistungsdichte war schlicht überragend.

So präsentierte sich etwa Florian Finzelberg (Sekundarschule "Fritz Heicke" Gommern; AK 13) trotz kräftezehrender Trainingswoche in blendender Form. Zwar blieb er im Hochsprung unter seiner Bestleistung von 1,67 Metern, die er am Dienstag vor einer Woche beim 4. Hochsprung mit Musik in eigener Halle aufgestellt hatte, doch der Sieg in allen fünf Einzeldisziplinen, der Mehrkampfwertung um den 11. Walter-Seidel-Cup sowie zwei Ehrenpokale für die "Beste Leistung 2014" im Sprint und Dreierhopp sprachen Bände. "Der Leistungsschub, den Florian innerhalb eines Jahres hingelegt hat, ist phänomenal", lobte auch Hartwig.

Seit Jahren tonangebend

Dem stand auch Leah Fichte vom SV Chemie Genthin in nichts nach. Mit der Idealpunktzahl von 30 Zählern in der Mehrkampfwertung war sie in der AK 16 das Maß der Dinge - obwohl sie leicht angeschlagen in die Wettkämpfe gegangen war. "Man muss sich nur ihre Leistungen im Vier-Runden-Lauf oder im Hochsprung anschauen. Aber Leah ist seit Jahren ein Garant für Top-Leistungen, sie ist eine echte Koryphäe", schwärmte der Chef-Organisator.

Selbiges Lob verdiente sich auch Emmy Bathge (PSV Burg), die in der AK 15 der Mädchen den Ton angab. Die eindrucksvollen Belege: erste Plätze in allen fünf Einzeldisziplinen und neben dem Mehrkampf-Pokal zwei Auszeichnungen für die "Beste Leistung" im Medizinballstoßen und Dreierhopp.

Anwärter auf den Titel als "Überflieger der Woche" war zudem Maximilian Witt (Sekundarschule Möser). Schon sieben Tage zuvor trumpfte er an gleicher Stelle bei den jüngeren Jahrgängen vor allem mit beeindruckender Sprintleistung auf. Bei seinem zweiten Start über 2x30 Meter - nun gegen die ältere Konkurrenz - verbesserte sich Maximilian noch einmal um vier Zehntelsekunden auf 4,47 Sekunden.

So konnte Hartwig trotz aller Schwierigkeiten am Ende ein positives Fazit ziehen: "Dank der guten Zusammenarbeit mit Schulen und Vereinen konnten wir auch die erwarteten Probleme bei der Besetzung des Wettkampfgerichts ausräumen. Diese erstklassige Kooperation und natürlich auch alle Helfer und Mitwirkenden haben dafür gesorgt, dass wir einen reibungslosen Ablauf erlebt haben. Das motiviert uns seit nunmehr 21 Jahren und ganz sicher auch wieder bei der 22. Auflage in 2015."

   

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