Burg (rte/bjr) l So einseitig der 27:17-Sieg der SG Fortschritt Burg über den HSV Haldensleben II auf dem Papier auch aussah, verlief die Partie in der 1. Handball-Nordliga zumindest während der ersten Halbzeit bei weitem nicht (12:11). Aber starke 20 Minuten reichten den Gastgebern, um einen in der zweiten Hälfte harmlosen Gast souverän zu bezwingen - trotz ausbaufähiger Angriffsleistung.

Den besseren Start erwischen die Gäste. Sie spielten ihre Angriffe ruhig und warteten auf ihre Chancen. Bis zur neunten Minute stand die Burger Abwehr noch nicht und auch im Angriff war Sand im Getriebe. Folgerichtig musste Fortschritt-Trainer Hendrik Kurth schon frühzeitig beim Stand von 1:4 eine Auszeit nehmen. Danach stabilisierte sich die Deckung und auch die Torhüter konnten sich steigern. Trotzdem merkten die zahlreichen Fans in der Sporthalle am Schützenplatz, dass die Partie kein Selbstläufer wird. Haldensleben nutze die Fehler im Burger Angriff konsequent aus und zog über die Stationen 4:4 und 6:6 zum 7:10 davon. Mit viel Übersicht kamen die Ihlestädter aber des Öfteren über Rechtsaußen und vom Kreis beziehungsweise von der Strafwurflinie zum Erfolg. Trotz langer Mängelliste ginge es über das 9:11 mit einer knappen Ein-Tor-Führung in die Kabinen.

An der mangelnden Chancenverwertung und den vielen technischen Fehlern änderte sich auch in Halbzeit zwei nichts. Doch beide Torhüter vernagelten hinter einer starken Abwehr fortan regelrecht das Tor und Haldensleben gelang es innerhalb von 23 Minuten, sage und schreibe nur zwei Tore zu erzielen. So konnte die SG Fortschritt trotz schlechter Angriffsleistung die Führung über die Stationen 16:12 und 21:13 auf 25:13 ausbauen. In den letzten sieben Minuten glich sich die Torverteilung wieder etwas aus. Nach dem 27:17 konnten die Burger dennoch ihren dritten Sieg in Serie feiern. Zudem sammelten alle Akteure Spielpraxis, im Angriff wurde einiges ausprobiert.

"Mit der Angriffsleistung können wir nicht zufrieden sein", so Kurth deutlich. "Doch die Abwehr stand vor allem in der zweiten Halbzeit wieder bärenstark und die Torhüterleistung spricht für sich", meinte er anerkennend in Richtung Christian Bünger und Chris Gerlach.

Nun gilt es, in der einwöchigen Pause die Spannung für die abschließenden beiden Hinrundenspiele aufrecht zu erhalten. Für das Auswärtsspiel in Weferlingen hofft die Mannschaft auf zahlreiche mitreisende Fans, damit das schwere Auswärtsspiel wie in der Vorsaison zum Quasi-Heimspiel wird.

SG Fortschritt Burg: Bünger, Gerlach - Katillus (3), Herrmann (4), Sommerfeld (4), Teßmann (1), Barkholz, Wöhe (1), Scholz, Wucherpfennig (2), Lange (7/1), Weigel (5/4), Winkler

Siebenmeter: Burg 8/5 - HSV II 2/1; Zeitstrafen: Burg 1 - HSV II 4