Niegripp/Gommern/Güsen (bjr/vwo) l Während die SG Blau-Weiß Niegripp auf eigenem Platz das Ende der Hinrunde einläutet, steht für die beiden anderen Vertreter des Jerichower Landes in der Fußball-Landesklasse ein "Magdeburger Wochenende" auf dem Programm. Der SV Eintracht Gommern und Germania Güsen stehen morgen ab 14 Uhr in der Landeshauptstadt vor wegweisenden Auswärtspartien.

Blau-Weiß Niegripp (12.) -

Blau-Weiß Neuenhofe (8.)

Das spielfreie Pokal-Wochenende kam den Blau-Weißen gelegen. So konnte im Training mit gesteigerter Intensität gearbeitet werden und auch SG-Coach Joachim Greisner erkannte in den vier Einheiten der vergangenen beiden Wochen: "Entgegen der zurückliegenden Ergebnisse lebt die Mannschaft noch. Das Feuer brennt nach wie vor."

Neu entfachen will es seine Elf in den beiden noch ausstehenden Heimspielen bis zur Winterpause. "Wir müssen in der Hinrunde noch ein paar Punkte sammeln", ansonsten droht aus tabellarischer Sicht am Alten Kanal ein entsprechend eisiger Winter. Allerdings stehen die personellen Vorzeichen vor dem Duell gegen Neuenhofe gewohnt ungünstig. Inklusive Christian Schönfeld und Bill Jentzsch (beide mit Trainingsrückstand) und dem reaktivierten Thomas Eschner verzeichnet Greisner nur zwölf einsatzfähige Akteure. Freilich wird von diesen morgen kein Feuerwerk erwartet, wohl aber eine kleine Initialzündung nach zuletzt vier Pleiten in Serie.

Germ. Olvenstedt (2.) -

Eintracht Gommern (15.)

An der Ehle erzählt man sich immer noch gern von der vorvergangenen Saison, als die Eintracht den Olvenstedtern am letzten Spieltag die bereits geplante Meisterfeier durch einen Auswärtssieg verdarb. Auch in der Serie 2013/14 gingen beide Duell gegen den "Lieblingsgegner" an den SVE (2:1; 3:0). Dass es diesmal wieder so kommt, gilt jedoch fast schon als Ding der Unmöglichkeit.

Da sind zum einen die Gastgeber: Mit 44 Saisontreffern stellen sie die beste Offensive der Staffel II. Allein 15 Tore gingen dabei auf das Konto von Andreas Bode. Zudem gilt die Germania auf ihrem Kunst-rasenplatz als ausgesprochen heimstark. Noch höher dürften die Trauben für die Gäste jedoch aufgrund der eigenen Formkrise hängen. Vier Liga-Pleiten in Serie, dazu die blamable Vorstellung im Pokal gegen Kreisoberligist Borussia Genthin (1:6) in der Vorwoche - ein Paukenschlag gegen den Titelaspiranten wäre da die beste Reaktion auf die Leistungen im zurückliegenden Monat.

Erschwerend kommt jedoch die kritische Personalsituation hinzu. Mit Tobias Bea, Björn Wehling, Daniel Gropius und Marcus Hildebrand fallen gegen torhungrige Olvenstedter gleich vier Defensivspieler aus. Große Fragezeichen stehen zudem hinter den Einsätzen der angeschlagenen Kevin Weber, Florian Schulze, Tilmann Roos und Christian Steinke.

Arminia Magdeburg (10.) -

Germania Güsen (13.)

Den Vorteil einer gewissen "Ausgeruhtheit" genießen die Gastgeber, die am vergangenen Wochenende spielfrei geblieben sind, während sich der SVG im Kreispokal gegen Gehrden erst in der Verlängerung ins Viertelfinale "quälte" (3:1). Doch dies muss nicht unbedingt ein Nachteil für die Güsener sein. "Einerseits bleiben wir ohne die Pause weiter im Tritt, andererseits sieht die personelle Situation wieder besser aus als gegen spielstarke Gehrdener", weiß Coach Hartmut Kober zu berichten. Bis auf die drei Ausfälle Torsten Linnecke, Eric Elsner und Eric Kopp sind alle Spieler an Deck.

Diese werden morgen in Magdeburg-Buckau an ihre Leistungsgrenze gehen müssen, um Zählbares zu entführen. So gab der SV Arminia in zuletzt vier Heimspielen gerade einmal zwei Punkte ab. "So wie vor jedem Gegner haben wir auch vor diesem großen Respekt. Aber zu verschenken haben wir nichts, es ist ein klassisches `Sechs-Punkte-Spiel`, das wir gewinnen wollen", formuliert Kober.