Gern hätten die Handballer des SV Eintracht Gommern (7.) vor einer Woche an den starken 35:24-Sieg gegen Borne angeknüpft. Das spielfreie Pokal-Wochenende machte dem Sachsen-Anhalt-Ligisten jedoch einen Strich durch die Rechnung, weshalb es heute um 17 Uhr auch ein wenig "aus dem Kalten heraus" ins Heimspiel gegen Spitzenreiter HSV Magdeburg geht.

Gommern l Ausbremsen ließ sich die Eintracht dennoch keinesfalls. Im Gegenteil: Beim "Betriebsausflug" auf die Kartbahn nach Magdeburg wurde sogar richtig Gas gegeben. "Es galt, diese positive Welle aus dem Borne-Spiel, in dem wir eine unserer besten Leistungen gezeigt haben, mitzunehmen. Neben etwas leichterem Training haben wir eben versucht, beim Kartfahren das `Wir-Gefühl` weiter zu stärken", erklärt Gommerns Trainer Dirk Heinrichs.

Der Teamgeist könnte sich im heutigen Heimspiel gegen den Tabellenersten tatsächlich als Trumpfkarte des SVE erweisen. Wenn gegen die Landeshauptstädter etwas möglich sein soll, dann nur über mannschaftliche Geschlossenheit. "Der HSV ist ohne Frage gegen uns klarer Favorit. Aber wenn wir etwas von unserer zuletzt gezeigten Form mit in die Partie nehmen können - vor allem die Unbekümmertheit und Freude am Zusammenspiel -, sehe ich uns nicht chancenlos", so der Eintracht-Coach.

Der wichtige Erfolg gegen Schlusslicht Borne hat also das Gommeraner Selbstbewusstsein geweckt. Doch auch die Magdeburger, die im bisherigen Saisonverlauf einzig im Stadtderby gegen den BSV 93 Federn ließen (31:32), reisen mit breiter Brust an die Ehle. Entscheidend dürfte aus Gastgebersicht vor allem sein, ob es gelingt, die Rückraum- Artillerie der Magdeburger um Michael Jahns und Mario Seifert in den Griff zu bekommen. "Natürlich sind wir darauf vorbereitet, können situationsbedingt handeln. Aber der HSV besteht nicht nur aus diesen beiden Spielern. Um Jahns und Seifert herum stehen einige junge und gute Akteure, die wir auch nicht vergessen dürfen", mahnt Heinrichs, der aller Voraussicht nach auf die verletzten Jens Schmidt und Tim Böttcher verzichten muss.