Dem SV Eiche 05 Biederitz ist in der Handball-Verbandsliga nach dem Ausscheiden im HVSA-Pokal die Revanche gegen den Güsener HC mit einem verdienten 29:26 (14:11)-Heimerfolg gelungen. Vor 120 Zuschauern waren Steffen Bretschneider mit zwölf sowie der Güsener Eric Klewe mit acht Toren die erfolgreichsten Schützen ihrer Farben.

Biederitz/Güsen (ihe/ahf) l Den besseren Start in einem über weite Strecken sehr fair geführten Derby erwischten die Gäste, die ein 3:1 vorlegten. Den gehandicapten Biederitzern gelang zwar wenig später der 3:3-Ausgleich, doch bis zum 6:5 legte der GHC stets einen Treffer vor. In der Folgezeit jedoch bekamen die Hausherren die Partie zunehmend besser in den Griff und gingen beim 7:6 erstmals in Führung. Hauptursache dafür war eine homogene Abwehr sowie ein zumeist treffsicherer Steffen Bretschneider im Angriff, dem allein im ersten Durchgang neun Tore gelangen. Zwar hielt der Gast mit Toren vom Kreis beziehungsweise von den Außenpositionen Anschluss, der gewohnt starke Rückraum allerdings blieb hinter seinen Möglichkeiten. So kam es nicht von ungefähr, dass der SVE nach dem 11:10 (25. Minute) auf 14:10 enteilte. Den Güsenern blieb es vorbehalten, mit zumindest einem verwandelten Strafwurf durch Christian Haßbargen den 14:11-Pausenstand zu markieren.

Die zweite Hälfte eröffneten wiederum Christian Haßbargen sowie Steffen Bretschneider mit seinem zehnten Tor zum 15:12. Im Anschluss setzte sich Eiche durch Eric Peters (2) und Sören Große auf 18:13 (39.) ab. Aber auch das 20:15 durch den unbekümmert aufspielenden Max Wiedon sowie Dauertorschütze Bretschneider waren keinesfalls die Vorentscheidung. Beim 20:18 nach 44 Minuten befanden sich die Gäste längst wieder auf Schlagdistanz und der mitgereiste Güsener Anhang voller Hoffnung. Obwohl der in der zweiten Hälfte überragend aufspielende Eric Peters per Doppelschlag auf 22:18 erhöhte, schloss der GHC wenig später sogar zum 21:22 (50.) auf. Aus spitzem Winkel war es dann wiederum Wiedon, der mit dem 23:21 seine starke Leistung in einer Begegnung, in der es viele verletzungsbedingte Pausen gab, untermauerte. In der Folge trafen Eric Peters, Sören Große und Steffen Bretschneider und hielten den SV Eiche so stets in Führung. Das 27:24 (Wiedon) beziehungsweise 28:25 (Peters) besiegelten dann schließlich die Güsener Niederlage. Rico Gerlach für die Gäste sowie Sören Große sorgten schließlich für den 29:26-Endstand.

"Unsere Abwehr war wiederum der Grundstein für den verdienten Sieg. Das bewegliche Angriffsspiel sowie der Teamgeist waren weitere Faktoren für die geglückte Revanche", resümierte der Biederitzer Trainer Uwe Werkmeister. "Biederitz ist der verdiente Sieger, weil ihre Chancenverwertung die Bessere war. Unsere Abwehr war zwar in Ordnung, aber vorn haben wir eindeutig zu viel liegenlassen, um hier Zählbares mitzunehmen", stellte der Güsener Spielertrainer Andy Mache anschließend treffend fest.

Eiche Biederitz: Wichmann, Wetzel - Enke (1), Wolff, Peters (6), Schnetter (2), Große (3), S. Bretschneider (12/4), Steinweg (1), Wiedon (4), Wilken, Werkmeister

Güsener HC: C. Bretschneider, Teske - K. Haßbargen (4/2), Schirrmeister (1), Schulz (3), E. Klewe (8), Prause, Seydack, Lepper, C. Haßbargen (7/2), R. Klewe (2), Heitzmann, Gerlach (1), Mache