Burg (rte/bjr) l Die SG Fortschritt Burg hat am Sonnabend in der 1. Handball-Nordliga die Hinrunde mit einem 32:22 (15:10)-Erfolg über die SG Neuferchau/Kunrau abgeschlossen. Außerdem verbesserte sich die Sieben von Trainer Hendrik Kurth in der Tabelle auf Platz zwei. Grund für den deutlichen Erfolg war wieder einmal die kompakte Abwehr mit schnellem Spiel nach vorn. Dass das Ergebnis nicht noch höher ausfiel, lag an Unkonzentriertheiten im Tempospiel, zahlreichen missglückten Anspielen und einigen Fehlwürfen.

Die Anfangsphase gestaltete sich ausgeglichen, wobei die Burger etliche Chancen ungenutzt ließen. Da aber der Gast oft an der stabilen Abwehr hängen blieb, stand es nach zehn Minuten 5:5. "Not gegen Elend" umschrieb die Anfangsphase am treffendsten. Bis zur 20. Minute blieb es eine niveauarme Partie. Beide Teams übertrafen sich in technischen Fehlern. Beim Stand von 8:8 wurde es Trainer Kurth zu wild. Folgerichtig bat er zur Auszeit. Der Wachrüttler verfehlte seine Wirkung nicht. Fortan spielte die SG konzentrierter und belohnte sich für ihre Defensivarbeit mit einfachen Toren. Somit ging es über die Stationen 11:8 und 14:9 mit einer 15:10-Führung in die Kabine.

Mit Wiederbeginn nahmen sich die Gastgeber einiges vor, um den Neuferchauern sofort den Zahn zu ziehen. Trotz Unterzahlsituation erhöhten die Ihlestädter zum 18:11. Auch in der Folge bestimmten die Hausherren das Geschehen. Immer wieder wurden dank guter Abwehrarbeit einfache Tore erzielt. Die Gäste hatten kaum etwas entgegenzusetzen. So baute die Fortschritt-Sieben langsam den Vorsprung aus. Über die Stationen 20:14 und 22:16 hieß es in der 45. Minute 26:18. Nach einer Auszeit nahm Neuferchau alle Kräfte zusammen und kämpfte sich zum 26:21 heran. Zu diesem Zeitpunkt schlichen sich viele Fehler ins Burger Spiel ein.

So versammelte Kurth in der 52. Minute seine Schützlinge erneut per Auszeit, um sie für den Endspurt zu motivieren. Auch der Torwartwechsel von Christian Bünger auf Chris Gerlach zeigte Wirkung. Mit drei Paraden in Folge läutete Gerlach den Schlussakkord ein. Die Burger präsentierten sich gleichermaßen motiviert wie konzentriert und zogen so vom 26:21 zum 32:21 davon. Aufreger der Schlussviertelstunde war ein rüdes Foul an Fortschritt-Linksaußen René Teßmann, welches mit der Roten Karte bestraft wurde. Einen weitaus rühmlicheren Schlusspunkt setzten die Gäste mit dem 32:22-Endstand.

"Bis auf die Phase Mitte der zweiten Halbzeit bin ich sehr zufrieden mit der Leistung", so Kurth nach dem Spiel. "Jeder hatte Spaß am Spiel und wenn wir diese gute Stimmung mit in die Rückrunde nehmen, wird es für jeden Gegner sehr schwer uns zu schlagen."

Ein Extra-Lob hatte sich zudem der "achte Mann" verdient: "Wir hoffen weiterhin auf diese tolle Unterstützung der Fans. Was sie in der Hinrunde geleistet haben, übertrug sich auch positiv auf die Mannschaft."

Die Burger bestätigten nach leichten Anlaufschwierigkeiten also während der Hinrunde ihre von der Vorbereitung an gute Leistung. Am kommenden Sonntag, 14. Dezember, findet das letzte Spiel des Jahres statt. Im Nordcup-Viertelfinale trifft die SG Fortschritt auf den Favoriten SV Oebisfelde IV. An der Aller kann das Team befreit aufspielen und mit einem eventuellen Überraschungssieg das Jahr erfolgreich beenden.

SG Fortschritt Burg: Bünger, Gerlach - Katillus (1), Herrmann (3), Teßmann (6/2), Barkholz (2), Sommerfeld (4), Wöhe (4), Scholz (4), Lange (2), Weigel (4/1), Winkler (1), Wucherpfennig

Siebenmeter: Burg 3/4 - Neuferchau 4/6; Zeitstrafen: Burg 5 - Neuferchau 3