Heyrothsberge l Es könnte so schön sein. Nach dem Aufstieg in die Landesliga Nord steht der SV Union Heyrothsberge nach der Hinrunde auf Platz sieben und wäre damit auf dem besten Weg, das Saisonziel einstelliger Tabellenrang zu erfüllen. Einziges Manko: Siebter ist der SVU nur in der Heimbilanz. Unter Berücksichtigung der Auswärtspartien belegt der Aufsteiger den 13. Platz.

Nicht einen Zähler holte die Mannschaft von Trainer Torsten Völckel in der abgelaufenen Hinserie auf fremden Plätzen. Dabei war die Elf mehrfach zu Beginn der Saison knapp dran. Beim Burger BC, Germania Halberstadt II und Stahl Thale unterlag der SV Union lediglich mit 1:2. "Lässt man die letzten Begegnungen mal etwas außen vor (0:5 beim MSV Börde, 2:6 beim SV Förderstedt; Anm. d. Red.), waren wir meist knapp an Punkten dran. Die beiden zuletzt absolvierten Spiele sollten wir nicht überbewerten. Die Niederlagen waren auch dem Personalnotstand geschuldet", gibt der Heyrothsberger Trainer zu bedenken.

Grund für die bisher eher enttäuschenden Resultate in der Ferne ist neben der langen Verletztenliste auch die fehlende Cleverness. "Wenn wir konzentriert zu Werke gehen, dann war oftmals etwas drin. Aber zuletzt haben wir dem Kontrahenten meist mit einem kapitalen Bock eine Steilvorlage gegeben. Das war auch in den vergangenen Heimspielen zu beobachten, nur haben wir das Spiel auf eigenem Geläuf meist noch gedreht bekommen."

Nur der Kreveser SV nahm beim 3:1-Sieg die volle Punktzahl aus Heyrothsberge mit. Überhaupt kamen die Fans des SV Union auf den Geschmack einiger Leckerbissen. Der 4:3-Erfolg über die TSG Calbe bot einiges an Spannung, der 7:1-Sieg gegen den SV Irxleben dagegen viele Tore. Das absolute Highlight war aber sicherlich das Landespokalspiel gegen den HFC. Auch wenn die Union-Elf ohne eigenen Treffer gegen den Regionalligisten ausschied (0:8), wurde in der Liga deutlich, dass eigene Treffer keine Mangelware sein müssen.

"Die Chancenverwertung war aber schon immer unser Manko und in dieser Liga bekommen wir nicht mehr so viele Möglichkeiten", so der Union-Coach, für den das primäre Ziel weniger ein einstelliger Tabellenplatz als vielmehr der Klassenerhalt ist. "Ohne Auswärtspunkte wird der Ligaverbleib aber unmöglich zu realisieren sein."