Die Weihnachtsgänse sind verdaut, der Neujahrs-Kater überwunden, jetzt heißt es für die Handballer vom SV Eintracht Gommern (9.) wieder: "Angriff in der Sachsen-Anhalt-Liga". Mit der SG Seehausen (10.) ist ab 17 Uhr ein unmittelbarer Tabellennachbar zu Gast im letzten Hinrundenspiel.

Gommern l Um über die handballfreie Zeit nicht komplett den Rhythmus zu verlieren, absolvierten die Ehlestädter zwei Testspiele. Noch im alten Jahr trat der Sachsen-Anhalt-Ligist gegen die ehemalige A-Jugend des Güsener HC an, verlor die Partie jedoch mit 24:27. Am Dienstag nun trat die Sieben von Trainer Dirk Heinrichs beim Mitteldeutschen Oberligisten HV Rot-Weiss Staßfurt an und musste sich lediglich mit zwei Toren Unterschied geschlagen geben. "Ich war durchaus zufrieden mit der Partie. Die Jungs haben über 60 Minuten diszipliniert gespielt und den nötigen Teamgeist an den Tag gelegt", bilanzierte Heinrichs.

Nicht nur auf Zahlen konzentrieren

Dies sind auch eben die Attribute, die der Eintracht-Coach heute bei seiner Mannschaft sehen will. Die Ehlestädter wollen ihre bislang nicht überzeugende Heimbilanz (sechs Spiele, ein Sieg) endlich aufpolieren. Dass mit den Seehausenern ein Team nach Gommern reist, das in der Fremde erst einen Sieg errungen hat und in der Tabelle mit zwei Punkten weniger hinter dem heutigen Gastgeber liegt, sollte Heinrichs eigentlich optimistisch stimmen. Doch der Eintracht-Trainer hält nicht viel von diesem Wort: "Optimismus habe ich mir abgewöhnt. Das letzte Mal habe ich einen kleinen Hauch davon in Wittenberg verspürt und es ist mit der 23:30-Niederlage gnadenlos in die Hose gegangen." Auf Zahlenspiele will sich Heinrichs also nicht verlassen.

Die Tagesform wird entscheidend sein

Dennoch machten ihm die zuletzt gezeigten Auftritte seiner Sieben Mut für die zweite Saisonhälfte: "Es ist ganz klar eine Weiterentwicklung sichtbar, wir müssen sie nur 60 Minuten auf die Platte bringen." Die junge Gommeraner Mannschaft zeigte in der Hinrunde bislang durchaus gute Ansätze, einzig die Punktausbeute verlief nicht immer ideal. Daher weiß auch der SVE-Trainer, dass es "viele Faktoren sind, die eine Rolle spielen: Teamgeist, die Tagesform eines jeden Spielers, das nötige Wurfglück und auch die Schiedsrichterleistung gehört leider dazu."

Sowohl der Gastgeber als auch die Gäste nehmen die heutige Begegnung keinesfalls auf die leichte Schulter. Beide Teams benötigen unbedingt Zählbares, will man nicht zu tief in den Tabellenkeller hineinrutschen. Wer nun wirklich die besseren Karten hat, verrät einem auch die Statistik nicht. Heinrichs ist aber bewusst, "dass gerade die Spiele, in denen man punkten muss, oft die schwierigsten sind".

Beim Versuch die eigene Heimbilanz auf Vordermann zu bringen wird den Gommeranern neben dem erst am Mittwoch 30 Jahre alt gewordenen Sven Herrmann auch Sebastian Lindner nicht zur Verfügung stehen. Die Altmärker werden neben Linksaußen Daniel Cornehl möglicherweise auch auf Keeper Sebastian Kramer verzichten müssen.