Mit dem vergangenen Wochenende hat die Rückrunde der Handball-Verbandsliga für den SV Eiche 05 Biederitz begonnen. Die Halbserie beendete die Mannschaft von der Ehle auf dem achten Rang (12:12-Punkte). Diese Platzierung entsprach mit Sicherheit nicht dem, was sich die Sieben und besonders die Fans vor der Saison erhofften.

Biederitz (ihe/ahf) l Wenn es darum ging, die vor allem von außen aufgedrückte Favoritenrolle von sich zu schieben, war der Biederitzer Trainer Uwe Werkmeister trotz der zweifelsfrei qualitätssteigernden Neuzugänge (Steffen Bretschneider, Max Wiedon und Paul Schrader) stets der erste Warner. "Wir können sicherlich dort oben mitspielen, aber das geht uns nicht allein so. Zudem muss alles passen und Verletzungen ausbleiben", waren nur einige gewichtige Argumente des Coaches.

Die vor Saisonbeginn ausgesprochene Warnung bewahrheitete sich. Zum Einen schlug das Verletzungspech gleich doppelt hart zu. Erst verletzte sich Robert Gottschalk bereits am dritten Spieltag so schwer, dass er erst wieder zum Hinrundenabschluss in Fermersleben eingreifen konnte. Nur kurze Zeit später fiel auch mit Sven Hebestreit ein zweiter Rückraumspieler verletzungsbedingt aus dem Kader.

Der Saisonstart mit dem Sieg in der ersten Runde des HVSA-Pokals beim Ligarivalen Glinder HV Eintracht (25:22) und dem Punktspielauftakt gegen Lok Schönebeck (26:21) begann vielversprechend. Ein erster Dämpfer war fraglos das unnötige 24:26 bei Aufsteiger Lok Oschersleben. Das anschließende Heimspiel gegen die HSG Osterburg ging trotz einer 26:22-Führung noch mit 32:33 verloren. "Wir zeigen in entscheidenden Phasen nicht die nötige Cleverness. Ein Grund ist auch die ausbaufähige Trainingsbeteiligung", fand Werkmeister neben den Ausfällen Gründe für das Formtief. Immerhin ging es im Pokal weiter - 26:22 gegen Lok Schönebeck. Der Fehlstart in der Liga wurde allerdings mit dem 23:26 in Solpke/Mieste perfekt gemacht.

Nach den Niederlagen gegen Glinde (25:28) und beim LSV Klein Oschersleben (19:25) attestierte Coach Werkmeister seiner Sieben zwar: "In kämpferischer Hinsicht kann ich den Jungs keine Vorwürfe machen", dennoch blieb der SVE stets nur zweiter Sieger. Nach dem anschließenden Pokal-K.o. beim Güsener HC mit 27:34 konnten sich die Biederitzer fortan ganz auf die Liga konzentrieren.

Die Kehrtwende noch rechtzeitig geschafft

Die erhoffte Trendwende sollte sich mit der Begegnung gegen den starken Aufsteiger TuS Magdeburg einstellen. Das 27:19 brachte das verlorengegangene Selbstvertrauen zurück. Anschließend wurde auch der Pokalschreck vom Güsener HC mit 29:26 gen Heimat geschickt. "Nicht enttäuscht, aber verloren", hieß es dafür nach dem Gastspiel beim Tabellenführer Post SV Magdeburg (24:23). Unnötig spannend ging es auch im letzten Pflichtspiel des Jahres 2014 zu, in dem sich die Biederitzer gegen den BSV 93 Magdeburg II mit 26:25 über die Ziellinie zitterten. Zuletzt holte sich die Ehle-Sieben beim 28:20 gegen den FSV Magdeburg und dem 28:28 in Schönebeck das nötige Selbstvertrauen für die Mission Wiedergutmachung.

Mit dem heutigen Gegner Lok Oschersleben ist um 17 Uhr eine Mannschaft in Biederitz zu Gast, mit welcher der SVE noch eine Rechnung offen hat.

Einzelstatistik Hinrunde: Andreas Wichmann (12 Spiele/0 Tore/0 Siebenmeter), Max Wetzel (10/0/0), Harm Wilken (1/0/0) - Enrico Sonntag (9/20/0), Karsten Wolff (10/6/0), Eric Peters (10/28/0), Rene Schnetter (12/38/6), Sören Große (10/24/0), Steffen Bretschneider (12/102/23), Andre Freistedt (10/5/0), Yves Steinweg (11/16/0), Robert Gottschalk (4/12/0), Marco Schröter (5/9/1), Paul Schrader (9/11/0), Sven Hebestreit (6/20/9), Max Wiedon (11/10/0), Alexander Enke (7/7/0), Uwe Werkmeister (2/1/0)