Es wäre die Kirsche auf dem Sahnehäubchen gewesen, aber auch ohne sie schmeckt die Saison den Handballern vom Güsener HC noch. Das 22:33 (9:17)-Viertelfinal-Aus in der eigenen Halle ist für den Verbandsligisten kein Beinbruch, stattdessen ein weiterer Erfahrungsgewinn.

Güsen l Enttäuschung war nach dem Abpfiff bei den Gastgebern nicht zu sehen. Die Partie gegen den Sachsen-Anhalt-Ligisten war zwar eine nette Abwechslung, mehr aber auch nicht. Ohnehin hatten sich die Güsener nicht allzu viel ausgerechnet gegen ihren höherklassigen Gegner. Zumal der Ausfall von Christian Haßbargen, der sich im zurückliegenden Ligaspiel gegen Glinde einen Innenbandanriss im Knöchel zuzog, schwer auf der ohnehin "zusammengewürfelten" Sieben lastete, wie Co-Trainer Thomas Lepper sein Team nannte.

"Der Klassenunterschied war klar zu erkennen", gab der Güsener jedoch zu. Dennoch ackerte seine Sieben ohne Unterlass im Angriff. Meist war am Abwehrverbund der SGK aber kein Vorbeikommen. Wenn die Gastgeber doch einmal eine Lücke fanden, scheiterten sie entweder am Pfosten oder den beiden Torhütern des Sachsen-Anhalt-Ligisten. Zwar war das Spiel geprägt von vielen technischen Fehlern, doch fand die SGK immer wieder die Lücke in der Güsener Deckung und kam so zu einfachen Toren. Nach sieben Minuten führten die Gäste mit 4:2 und warfen über die Stationen 10:5 (20.) und 8:15 (28.) eine 17:9-Führung heraus.

Auch nach dem Seitenwechsel zeigte sich den Zuschauern kein anderes Bild. Doch der GHC kämpfte bis zuletzt, um den Abstand so gering wie möglich zu halten. Am Ende leuchtete ein 22:33 aus Gastgebersicht auf der Anzeigetafel.

"Ich kann nicht meckern, wir haben gekämpt und man darf ja nicht vergessen, dass wir ein paar junge Spieler im Aufgebot hatten, für die das hier eine gute Erfahrung war. Anfangs waren wir einfach zu nervös und wollten zu viel. Später kam dann der Frust dazu", wertete GHC-Trainer Lepper die Pokalbegegnung aus.

Güsener HC: Teske, Bretschneider - K. Haßbargen (6), Schirmeister (2), E. Klewe (2), Prause, Seydack (1), K. Lepper, R. Klewe (6), Kampe (3), Heitzmann (1), Gerlach (1)

SG Kühnau: Bachmann, Wiese - Zindahl (4), Gatzke (9), Feix (2), Moosbauer (2), Rieprich (4), Gabbert (5), Hohenstein, Reckzeh, Schulz (2), Auzins (6)

Siebenmeter: GHC 5/2 - 5/5 SGK; Zeitstrafen: GHC 4 - 3 SGK; Rot: Nauris Auzins 3x2 Minuten (Kühnau)