Mit dem 35:30 (17:17)-Heimsieg über den Spitzenreiter der Handball-Nordliga, HV Lok Stendal, bleibt die SG Fortschritt Burg weiterhin der ärgste Verfolger des Tabellenführers. In einer hart umkämpften Partie waren die Abwehr sowie der bärenstarke Schlussmann der Ihlestädter, Christian Bünger, die Gründe für den sonnabendlichen Erfolg.

Burg l Dreimal ging Mathias Lange zu Boden und musste behandelt werden, dreimal stand er wieder auf und schloss aus fast unmöglichen Positionen erfolgreich ab. Christian Bünger dagegen konnte nach der Partie keinen Ton mehr rausbringen, er war heiser. Das sind nur zwei Beispiele, die belegen, wie sehr die Sieben der SG Fortschritt für diesen Heimsieg arbeiten musste. Doch es war keine Einzelleistung, die über den dritten Saisonsieg der Ihlestädter über die Lok-Handballer entschied, sondern eine im Kollektiv.

Doch bis zum klaren 35:30-Erfolg war es ein hartes Stück Arbeit. Mit 5:3 führten die Burger, bevor Rene Teßmann den Gäste-Torhüter mit einem Kopftreffer unbeabsichtigt aufweckte. Danach war auch Tobias Vogel, der bis dato kaum eine Hand an den Ball bekommen hatte, im Spiel. So gelang der Lok-Sieben in der 25. Minute erst den 13:13-Ausgleich, bevor sie sogar mit 15:13 in Führung ging. Die Stendaler schafften es in dieser Phase besonders die Kreisanspiele an Fortschritt-Kapitän Lange zu unterbinden. Außerdem unterliefen den Gastgebern zu viele einfache Fehler im Positionsspiel. Doch auf Bünger im Fortschritt-Tor war Verlass. So glichen die Hausherren bis zur Halbzeit auch Dank einer doppelten Überzahl noch zum 15:15 aus. "Die Partie war von vorn herein sehr emotional und besonders im Angriff hatten wir Schwierigkeiten, uns auf die Stendaler Abwehr einzustellen", resümierte Fortschritt-Trainer Hendrik Kurth zur Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel sogar noch temporeicher. Zwar nutzten die Gastgeber ihre Überzahl, um mit 20:17 in Führung zu gehen, doch entscheidend absetzen konnte sich die Burger Sieben nicht. Mehr als drei Tore Vorsprung ließen die Gäste nie zu. Doch die SG-Männer hatten die Möglichkeit, im Gegensatz zu den Gästen, auf eine breite Bank zurückgreifen zu können. Die Ihlestädter wechselten also durch und hielten das Tempo hoch. Der HV Lok hingegen zahlte der Intensivität der Partie merklich Tribut und so schlichen sich vermehrt Fehler ein, die Burg zu Kontern nutzte. Wenige Minuten vor Schluss erzielten die Gastgeber die 33:29-Vorentscheidung. Auch die Manndeckung der Stendaler brachte keinen Erfolg mehr, sodass am Ende ein 35:30 auf der Anzeige leuchtete.

"Das war heute eine starke Teamleistung. Vom Torwart bis zum Co-Trainer haben alle für den Erfolg gearbeitet. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, dass sie unseren einstigen Angstgegner erneut in die Schranken gewiesen hat."

Fortschritt Burg: Bünger, Gerlach (Wegner) - Herrmann (3), Teßmann (10/6), Barkholz (6), Lüngen, Sommerfeld (3), Wöhe (1), Scholz (2), Wichmann (3), Lange (5), Weigel (2/2), Wucherpfennig, Katillus

Siebenmeter: Burg 9/8 - 8/6 Stendal; Zeitstrafen: Burg 3 - 5 Stendal