Platz vier in der Vorrunde zur Mitteldeutschen Tischtennis-Meisterschaft reichte zwar nicht ganz, doch seinen Traum, eines Tages bei einer Deutschen Meisterschaft anzutreten, will Mathias Dietrich, der für den DJK TTV Biederitz in Hettstedt an den Start ging, noch nicht zu den Akten legen.

Hettstedt l Genau ein Sieg oder ein gewonnener und zwei verlorene Sätze weniger und Mathias Dietrich hätte sich für die Endrunde unter den besten sechs Spielern aus Sachsen, Thüringen sowie Sachsen-Anhalt qualifiziert und seine Chancen auf das Finale sowie die damit verbundene Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften aufrecht erhalten. Doch es sollte nicht sein.

"Dabei hatte ich mir gute Chancen ausgerechnet, schließlich haben viele Regionalligaspieler ihre Teilnahme zurückgezogen", berichtete der DJK-Spieler. Der Wettbewerb begann eigentlich gut: Mit 4:2 musste Dietrich zwar über sechs Sätze gehen, holte aber gegen den Sachsen- Anhalter Richard Köhler den Sieg. Schon in der nächsten Partie traf der Oberligaspieler, der in der laufenden Rückrunde bislang noch ungeschlagen ist, auf den späteren Sieger aus Thüringen, Erik Schreyer. Der erste Satz ging an die Nummer zwei der Biederitzer, der sich im zweiten Satz aber mit 11:13 geschlagen geben musste. "Mit der Fitness oder kräftemäßig hatte ich überhaupt keine Probleme, aber mental bin ich nach dem verlorenen zweiten Satz in ein Loch gefallen. Leider zog sich diese kleine Krise über zwei, drei Spiele hin." So verlor Dietrich die Partie mit 1:4. Die nachfolgenden zwei Spiele gegen die Sachsen Paul Müller und Philipp Hoffmann endeten mit dem gleichen Ergebnis. Erst in der letzten Begegnung des Tages bekam der DJK-Spieler seine Nerven wieder in den Griff und siegte mit 4:2 über seinen thüringischen Kontrahenten Dominik Meisel.

Gelungener Abschluss

Die ausstehenden zwei Partien wurden am Sonntag ausgetragen, was Dietrich etwas Zeit gab, sich mit seinen Ergebnissen auseinanderzusetzen. "Rechnerisch war die Qualifikation leider schon entschieden. Aber ich wollte das Turnier ordentlich abschließen und mir noch ein paar Ranglistenpunkte verdienen."

Über den Thüringer Andreas Schulz sowie den Sachsen Hartmut Engert erspielte sich der Biederitzer zwei glatte 4:0-Erfolge zum Abschluss. Das genügte zwar nicht mehr für die Endrunde, aber "es war ein schönes Erlebnis und vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr", so Dietrich, der sein Ziel noch nicht abgehakt hat.