Güsen (bjr) l Die Erinnerung an den Sonnabend vor einer Woche hat in dieser Tage aus Sicht von Hartmut Kober einen ähnlichen Effekt wie ein doppelter Espresso. "Ein Spiel wie jenes in Gnadau und insbesondere eine solche erste Halbzeit möchte ich nicht noch einmal erleben müssen", zeigt sich der Coach der Landesklasse-Fußballer vom SV Germania Güsen (13.) auch fünf Tage nach dem Gastspiel im Gnadauer Fliederpark angefressen. Um ihren Trainer nicht erneut den Ruhepuls einer Springmaus zu bescheren, sollten seine Schützlinge morgen im Heimspiel gegen den SC Vorfläming Nedlitz (5.) ein wenig mehr Ernsthaftigkeit an den Tag legen.

So hörte sich der 4:1-Erfolg beim Schlusslicht aus dem Salzlandkreis zwar nach einem souveränen Auftritt an, doch in Sachen Tugendhaftigkeit ließ der SVG bis auf 20 starke Minuten nach dem Seitenwechsel eine ganz Menge vermissen. "Wille, Einstellung und spielerische Linie sind gefragt. Umso mehr müssen wir uns gegen Nedlitz in diesen Bereichen steigern."

Dass der Appell nicht übertrieben daherkommt, zeigt ein Blick auf den Gegner. Die Vorfläming-Kicker haben jahresübergreifend sieben Siege in Serie eingefahren, ein Platz im oberen Tabellendrittel ist der gerechte Lohn. Mit dem 3:2-Erfolg über Eintracht Gommern dürfte Nedlitz in der Vorwoche den Klassenerhalt gebucht haben. Anders die Güsener, die vor allem in Sachen Heimbilanz gehörigen Nachholbedarf haben. Kober: "Es wird Zeit, unseren Fans etwas für ihre Unterstützung zurückzugeben."

Es fehlen: Willy Buchheim, Eric Kopp (beide Urlaub), Toni Lamprecht (langzeitverletzt) - keine Information; SR`in: Josefin Reinsch (Magdeburg); Hinspiel: 2:4