Erfurt/Burg l (mfr/ahf) Kürzlich fanden in Erfurt die 14. Deutschen Meisterschaften der Leichathletik für Senioren statt. Während Mario Friedrich seine Zusage für den PSV Burg kurzfristig zurückziehen musste, holte sich seine Frau Katrin ihren insgesamt siebten Deutschen Meistertitel im Stabhochsprung.

Die Leichtathleten wissen, was Karma bedeutet. In dieser Hallensaison war die Abteilung des PSV Burg durch zahlreiche Verletzungen gebeutelt. Kreuzbandrisse, Rückenbeschwerden und Fußverletzungen hatten es vor allem auf die Senioren abgesehen. Auch in Erfurt blieb den Burgern das Pech treu. Nachdem Mario nach versäumter Vorbereitung endlich in Schwung kam, machte ihm der Rücken vor dem Wettbewerb wieder einen Strich durch die Rechnung. Zwar erwärmte sich der für Stabhochsprung und Hochsprung gemeldete Athlet, musste jedoch anerkennen, dass es nicht ging. Mit den Leistungen aus den Wochen zuvor hätte er in beiden Disziplinen um Medaillen mitspringen können. Da sich aber Jing und Jang die Waage halten, zeigte Marios Frau Katrin was in ihr steckt. Erstmals in der AK 40 an den Start gehend, überzeugte sie mit starken Sprüngen und siegte mit sehr guten 2,60 Meter im Stabhochsprung. Dies bedeutete mittlerweile ihren siebenten Titel bei den Seniorenmeisterschaften.

In anderthalb Wochen geht es nach Polen. Dort versuchen sich beide Friedrichs bei den Europameisterschaften. Selbst wenn Mario noch einmal in Form kommen sollte, wird es im starken Teilnehmerfeld schwer, unter die besten Zehn zu kommen. Katrin hat dann ein ganz anderes Problem: Da international das Geburtsdatum Stichtag für die Alterklasseregelung ist und nicht wie deutschlandweit der Jahrgang, geht die Burgerin vier Wochen vor ihrem Ehrentag noch einmal in der AK 35 an den Start. Die Aussichten auf Medaillen sind damit aber wohl nicht vorhanden.