Eine 2:3 (-21, 16, 19, -21, -13)-Niederlage gegen die USV Halle Volleys I besiegelte für den Burger VC 99 die Landesoberliga-Saison. Für Verdruss sorgte die Tie-Break-Pleite am Abschlussspieltag dennoch nicht.

Gardelegen/Burg (rgä/bjr) l Am Ende war es nur schade um die gute Serie gegen Hallenser Teams. Stolze 16 Partien blieben die Burger saisonübergreifend gegen Mannschaften aus der Saalestadt unbezwungen. "Da war mehr drin. In den Sätzen zwei und drei dominieren wir das Spiel. Auch im Tie-Break war der Sieg nach einer 11:7-Führung möglich, aber wir schaffen es nicht, den Vorsprung über die Ziellinie zu bringen", sagte Mittelblocker Sebastian Behr nach der Partie.

An der nötigen Unterstützung hat es jedenfalls nicht gemangelt. Knapp 30 Anhänger begleiteten den BVC 99 zum Abschlussspieltag nach Gardelegen. "Unsere Fans haben Heimspiel-Atmosphäre erzeugt, doch es hat nicht zum Sieg gereicht, weil wir nicht abgerufen haben, was wir können", fasste Behr zusammen.

Die Voraussetzungen waren allerdings für die Burger nicht besonders gut. Co-Trainer Dennis Heinrich musste auf Sören Lambrecht sowie Ralf Sieber verzichten. Libero Carsten Graßhoff sowie Sebastian Behr waren angeschlagen und mit Janek Pukall stand der zweite Burger Libero als Angreifer in der Startaufstellung.

Dies alles waren nicht die besten Vorzeichen, unter denen das Idealvorhaben "Medaillenplatz" stand. Einer großen Überraschung, wenn nicht gar einer Sensation hätte es bedurft: Als Absteiger feststehende Zeitzer hätten einen klaren Erfolg gegen Fortuna Ballenstedt verbuchen müssen, damit der BVC 99 noch auf den dritten Platz hätte vorrutschen können. Zunächst stand jedoch die eigene Partie gegen die Hallenser im Fokus.

Beide Teams waren in bester Spiellaune und zeigten ansprechendes Volleyball. Bis Mitte des Satzes gelang es keinem der beiden, sich abzusetzen. Burg stellte eine gute Feldabwehr und der Block entschärfte viele Angriffe des USV I, nur nutzte das Team seine Chancen zu inkonsequent. So erarbeitete sich Halle eine 16:14-Führung. Beim 21:22 waren die Ihlestädter immer noch dran, die Ballwechsel wurden nun umkämpfter. Dennoch reichten Einsatz und Moral am Ende nicht - 21:25.

Burg tat im zweiten Abschnitt das einzig Richtige und erhöhte das Tempo. Mit einer Aufschlagserie von Dennis Raab wurde eine deutliche 9:1-Führung herausgespielt. Dazu zeigte Pukall auf der Position vom fehlenden Lambrecht eine bärenstarke Leistung. Punkt für Punkt setzte man sich ab und der deutliche 25:16-Satzgewinn unterstrich die Kräfteverhältnisse.

Auch im dritten Satz schien das Unterfangen zu gelingen, schnell erspielte sich der BVC 99 eine 3:0-Führung. Die Burger bestimmten das Geschehen bis zum 19:13 nach Belieben. Anschließend zeigten die Hallenser aber Biss und Hauptangreifer Christian Herschbach hielt sein Team im Spiel. Burg agierte zwar gut, erzielte aber kaum Punkte aus abgewehrten Bällen. Erst in der Endphase des Satzes legte das Team eine Schippe drauf. Kapitän Hendrik Kliefoth besorgte schließlich das 25:19 und somit die 2:1-Satzführung.

Sichtlich enttäuscht, aber mit ungebrochenem Siegeswillen, ging der USV I Satz Nummer drei an - verständlich, ging es doch für die Hallenser um nicht weniger als den Klassenerhalt. Der erhöhte Aufschlagsdruck führte schließlich zur erfolgreichen Aufholjagd und brachte in den Endphasen der letzten beiden Sätze den äußerst knappen Sieg zugunsten der Saalestädter.

Letztlich hätte dem BVC 99 aber auch ein Erfolg nicht zu Platz drei verholfen, da sich Ballenstedt knapp mit 3:2 durchsetzte. Ohnehin überwog anschließend die Freude über Platz vier, den vor der Saison wohl nur die wenigsten für möglich gehalten hätte.

Burger VC 99: S. Behr, A. Behr, Kliefoth, Baldeweg, Raab, Pukall, Hagendorf, Graßhoff, Jasper, Müller