Biederitz (ihe/ahf) l Der SV Eiche Biederitz hat dank eines 27:23 (12:12)-Auswärtssieges bei TuS Magdeburg seine Siegesserie in der Handball-Verbandsliga ausgebaut. Rückraumspieler Steffen Bretschneider steuerte neun Treffer zum Erfolg seines Teams bei, der in erster Linie auf einen starken Beginn in Hälfte zwei basierte.

Die nur wenigen Zuschauer sahen eine zähe Anfangsviertelstunde, in der der Gastgeber zwar stets einen Treffer vorlegte, aber der SVE diesen postwendend egalisierte. Nach dem 5:5 in der 18. Minute übernahmen die Biederitzer die 6:5-Führung, sahen sich aber beim 7:9 erstmals mit zwei Toren im Rückstand. Die Gäste, die ihre Deckung defensiv ausgerichtet hatten, boten den Gastgebern wiederholt Räume, die diese zu einfachen Toren nutzten. Nach dem 11:9 der Magdeburger legte der SV Eiche mit drei Toren einen Zwischenspurt zur eigenen Führung hin, kassierte aber noch vor dem Pausensignal den 12:12-Ausgleich.

Mit Wiederbeginn zeigten sich die SVE-Schützlinge von ihrer besten Seite. Der umgestellte Innenblock mit den Routiniers Yves Steinweg und Karsten Wolff harmonierte prächtig und auch im Angriff stimmten nun die Laufbewegungen. Da die Gäste auch im spielerischen sowie athletischen Bereich klare Vorteile besaßen, setzten sie sich bis zur 44. Minute vorentscheidend auf 20:12 ab. "Diese 15 Minuten waren nah am Optimum", befand der Biederitzer Trainer Uwe Werkmeister später.

Wie in Hälfte eins leistete sich die Abwehr in der Folge aber erneut einfache Aussetzer und auch der Angriff litt wieder an mangelndem Ideenreichtum. So verkürzten die Gastgeber noch einmal zum 22:26, zu mehr reichte es aber nicht mehr. "Wie es funktioniert, haben wir 15 Minuten lang eindrucksvoll gezeigt. Warum wir dann allerdings jegliche Absprachen über Bord werfen und uns damit selbst von der Linie abbringen, ist mir unerklärlich", so Werkmeister.

Eiche Biederitz: Wichmann, Wetzel - Sonntag (6), Enke, Wolff, Peters (3), Schnetter (3), Große (4), Bretschneider (9/4), Freistedt (1), Steinweg (1), Schrader, Wiedon