Mit einem Rumpfkader geht es für Sachsen-Anhalt-Ligist SV Eintracht Gommern (7.) zum Auswärtsspiel beim SV Langenweddingen (2.). Doch trotz aller Personalnöte hofft der Aufsteiger heute ab 17.30 Uhr auf einen kleinen Ausrutscher des Gastgebers.

Gommern l David Koch, Philipp Eckhardt, Alexander Schäde, Gordon Kaffenberger und Kevin Bomke fehlen definitiv, Dennis Einwiller und Stephan Lindner haben dagegen kaum trainiert. Das Gute an der langen Ausfall-Liste: Die Mannschaft stellt sich damit quasi von ganz allein auf.

Während SVE-Trainer Dirk Heinrichs vermutlich nur mit einem Wechselspieler auf der Bank sitzen wird, kann sein Gegenüber Markus Deinert bis auf Carlos Bzdok wieder auf einen großen Kader setzen. Dem SVL kommt dies gerade sehr gelegen, wollen die Sülzetaler schließlich ihren zweiten Platz in der Liga-Tabelle verteidigen. Nach einer knappen 21:22-Niederlage am vergangenen Wochenende gegen die SG Kühnau beträgt der Vorsprung auf den BSV Magdeburg gerade noch zwei Zähler.

Nicht nur aufgrund dieser Tatsache weiß Gommerns Trainer Heinrichs, wie schwer die Aufgabe für seine Sieben heute wird. "Langenweddingen steht ja nicht umsonst auf dem Silberrang. In den vergangenen Jahren war der SVL immer unter den Top Drei der Liga vertreten. Eigentlich braucht man für diese Aufgabe eine volle Bank, um Akzente zu setzen."

Im Hinspiel reizten die Ehlestädter ihr Kontingent von 14 freien Stellen auf dem Spielerprotokoll voll aus, mussten sich dennoch am Ende mit 21:23 geschlagen geben. Dabei hatte der SVE damals bis zur Halbzeit sogar geführt, Langenweddingen kämpfte sich aber mit einer Leistungssteigerung in Durchgang zwei zum Auswärtssieg. Eine Charaktereigenschaft, die die Sülzetaler besonders in den zurückliegenden Wochen aufgrund von Personalsorgen immer wieder zeigten.

Dennoch hofft Eintracht-Trainer Heinrichs "dass derart unterbesetzt der ein oder andere über sich hinauswächst, der SVL uns unterschätzt, weil er sieht, dass wir nicht voll besetzt anreisen und so vielleicht doch etwas in Langenweddingen möglich ist." Zumindest hatte der SVE-Coach bereits seit einer Woche Zeit, sich auf die Ausfälle einzustellen. Denn bereits beim 27:25-Erfolg über den HSV Haldensleben fehlten einige Rückraumakteure.

So hat sich Heinrichs auch einen Plan zurechtgelegt, wie er die Gastgeber vielleicht doch überraschen kann. "Inwieweit meine Vorstellung dann aufgeht, muss man sehen. Man darf ja nicht vergessen, dass Stephan Lindner nach überstandener Krankheit erst einmal richtig trainiert hat und auch Dennis Einwiller konnte arbeitsbedingt die Woche über nicht mitwirken."