Mit einer 5:9-Niederlage kehrten die Oberliga-Tischtennisspieler der DJK Biederitz vom HTTC Wernigerode zurück. Eric Osbar wurde dabei zum Pechvogel des Tages, unterlag zweimal nach fünf Sätzen. Mit einem Punktgewinn beim Meister hätten die Biederitzer am letzten Spieltag der Saison noch Rang zwei erobern können.

Wernigerode/Biederitz l Trotz der verpassten Chance auf den Vize- titel blickte die DJK aber positiv wie stolz auf die erste Saison nach dem Abstieg aus der Regionalliga zurück. "Dass sich Hettstedt und Gornsdorf mit 8:8-Unentschieden trennen würden, damit hätte niemand gerechnet. Von daher schmerzt die Niederlage beim HTTC noch etwas mehr. Platz zwei wäre natürlich schöner gewesen", gab der DJK-Kapitän Marcus Schmidt unumwunden zu.

Mit dem erneuten Sieg über das bereits vor dem Spieltag als Aufsteiger feststehenden Teams aus dem Harz wurde es aber eben nichts. Dabei schnupperten die Gäste schon in den Doppeln an einer ersten Sensation. Gegen das wohl beste an dritter Stelle gesetzte Duo der Liga, Peter Treulieb und Dirk Wagener, glichen Schmidt und Michél Görner nach einem 0:2-Rückstand noch zum 2:2 aus. "Die beiden haben seit Jahren kein Doppel verloren, ich glaube sie wissen gar nicht, was das heißt", so die Nummer fünf der Biederitzer über die Qualität der Wernigeröder. Allerdings "ging im fünften Satz gar nichts mehr". Mit 1:11 unterlag das DJK-Schlussdoppel. Doch in den Einzelspielen holten die Gäste zum 3:3 auf. Dann war Osbar an der Reihe und verlor gegen Treulieb mit 2:3. Auch die zweite Partie gegen Martin Bouska ging mit 3:2 an den HTTC. "Eric hatte zweimal so unglaubliches Pech. Jedes Mal bekam er beim Stand von 7:7 im Entscheidungssatz nur noch Netz- und Kantenbälle, gegen die er nicht viel tun konnte", schilderte der DJK-Kapitän. Weil auch Görner und Schmidt ihre Duelle nach ihm verloren, war die Partie zu Ungunsten der Biederitzer entscheiden. "Diese knappen Niederlagen waren ärgerlich, gewinnen wir sie, dann kommen wir mindestens mit einem Unentschieden zurück."

Doch auch mit der Niederlage und dem Bronzerang kann die DJK gut leben. "Die Bratwürste und das Bier auf unserer Abschlussfeier haben trotzdem geschmeckt. Letztendlich waren wir einfach nur froh, dass die Saison vorbei war." In welcher Besetzung die Biederitzer im nächsten Jahr antreten, ist noch ungewiss. Fest steht nur, dass dann Mathias Dietrich die Kapitänsbinde tragen wird.

DJK Biederitz: Kaczmarek (2,5), Dietrich (1,5), Osbar, Görner, Schmidt (1), Baranauskas