Güsen l Mit dem vorzeitigen Meister der Handball-Verbandsliga, den Post SV Magdeburg, bekommt es der Güsener HC im letzten Heimspiel heute um 17 Uhr mit einem mehr als undankbaren Gegner zu tun, wollen die Kevin Haßbargen und Co noch um die Podiumsplätze mitreden.

Um im Endspurt der Liga nicht das Nachsehen zu haben, müssten die Gastgeber die Partie für sich entscheiden oder aber darauf hoffen, dass die Kontrahenten SG Lok Schönebeck und SV Eiche Biederitz in ihren verbleibenden zwei Partien mindestens einmal patzen. "Ich habe da so ein Gefühl, dass wir für eine Überraschung sorgen können", verrät Co-Trainer Thomas Lepper. Für seine Intuition spricht, dass seine Mannschaft auch in Solpke/Mieste in der vergangenen Woche mit 31:29 erfolgreich war, obwohl ihm das vorher auch keiner seiner Männer glauben wollte.

Allerdings wartet auf den GHC kein Spaziergang. Doch es ist der letzte Auftritt auf eigenem Parkett und den beiden Verantwortlichen Andy Mache und Lepper steht außer Sebastian Heitzmann der ganze Kader zur Verfügung. Dennoch würde der Co-Trainer gerne noch "mit Spielern aus der Reserve auffüllen, nur um gegen die sehr junge Mannschaft aus Magdeburg konditionell gegenhalten zu können."

Um gegen die konterstarken Landeshauptstädter bestehen zu können, kommt es laut Lepper besonders darauf an, "die Angriffe so lange wie möglich ausspielen, am besten bis der Schiedsrichter den Arm zum Zeitspiel hebt, damit wir nicht in die Tempogegenstöße geraten. Die waren im Hinspiel tödlich."

Mit 23:36 bekamen die Güsener damals eine ordentliche Reise. "Wir haben die ersten 20 Minuten gut mitgehalten. Aber die Gäste stehen nicht umsonst dort oben, das hat auch die Partie gegen Biederitz gezeigt. Da waren es zur Pause auch nur zwei Treffer Rückstand und am Ende verlor der SV Eiche doch deutlich mit 19:27", ist sich der Co-Trainer der Schwierigkeit der Aufgabe bewusst.