Der SV Eintracht Gommern hat mit dem 2:0 (1:0)-Heimsieg über den HSV Medizin ein Lebenszeichen in der Fußball-Landesklasse gesendet. Die Gastgeber spielten eine starke Partie gegen den Tabellendritten, einzig die Effizienz ließ zu wünschen übrig.

Gommern (vwo/ahf) l Die Eintracht um Trainer Thomas Wilke zeigte eine entschlossene Vorstellung und betrieb läuferisch wie kämpferisch einen sehr großen Aufwand, belohnte sich aber zunächst nicht mit Toren. So musste bereits in der neunten Minute ein HSV-Spieler einen Schuss von Christian Steinke von der Linie kratzen. Der SVE-Stürmer war es auch, der nach einer Vorlage von Tobias Bea seinen Gegenspieler im Laufduell hinter sich ließ, dann aber von HSV-Keeper Tomotto Brachwitz von den Beinen geholte wurde - Elfmeter. Diesen vergab Muja Avdyli jedoch (13.).

Doch die Eintracht ließ nicht nach, agierte überaus bissig und ließ die Gäste kaum über die Mittellinie. In der 31. Minute war es dann so weit: Kapitän Tom Sindermann bediente Bea mustergültig, der die gesamte Abwehr überlief und die Gommeraner jubeln ließ. Bis zur Pause hatte der SVE noch eine weitere Großchance, doch es blieb bei der knappen 1:0-Führung.

Doch auch nach dem Seitenwechsel gaben die Hausherren den Ton an. Vier Minuten nach Wiederbeginn wurde Bea im Strafraum zu Fall gebracht, den fälligen Elfmeter verwandelte diesmal Justin Schaffrath zum 2:0. Bis zur 69. Minute verzeichnete Gommern vier weitere Möglichkeiten um die Führung weiter auszubauen, ließ jedoch alle ungenutzt.

Dann musste Schiedsrichter Jens Becker (Piesteritz) die Partie für zehn Minuten aufgrund eines Gewitters unterbrechen. Die Zwangspause stellte einen Bruch im Spiel des SVE dar. Der Spielfluss ging sichtbar verloren und nun waren es die Gäste, die auf einmal in der Hälfte der Blau-Gelben auftauchten. Doch die zuletzt so anfällige Eintracht-Defensive stand an diesem Sonnabendnachmittag sehr sicher, sodass Torhüter Andreas Hoffmann nur einmal bei einem Freistoß eingreifen musste.

Es blieb beim 2:0. Zwar hätte das Ergebnis durchaus höher ausfallen können, doch sollte dieser Sieg Selbstvertrauen gegeben haben, um die kommenden Aufgaben zu bewerkstelligen.

Eintracht Gommern: Hoffmann - Weber, Hildebrand, Simon, Namshaa, Bea (80. Wittpahl), Christel, Avdyli (76. Roos), Sindermann, Schaffrath, Steinke (88. Bytygi)

HSV Medizin: Brachwitz - Petzoldt, Werner, Wiebe, Worlich, Glöckner, Wawilow, Mai, Klauer, Platte, Fehse

Tore: 1:0 Tobias Bea (31.), 2:0 Justin Schaffrath (FE 49.); SR: Jens Becker (Piesteritz), Ronny Plenz, Dirk Lademann; ZS: 30