Genthin l (rew/ahf) Krankheitsbedingt musste Hannah Steffen die ersten beiden bundesoffenen Sichtungsrennen auslassen, doch kürzlich griff die Radsportlerin des Genthiner RC wieder in das Renngeschehen ein. In Gotha nahm die GRC-Fahrerin an der Internationalen TMP-Tour teil. Nur eine Woche später absolvierte Hannah am Pfingstsonnabend zusammen mit ihrem Vereinskameraden Paul Schiller einen Rundkurs in Berlin-Lichtenfelde.

Vor der Abreise nach Gotha gab es für den Genthiner RC noch ein neues Auto. Wie in den vergangenen Jahren stellte das Autohaus Nigari Ost dem GRC-Team einen Skoda Octavia zur Verfügung. Im neuen Gefährt ging es dann auch direkt nach Thüringen. Auf vier anspruchsvollen Etappen ließ sich die Genthinerin bei ihrer ersten Standortbestimmung ihren Trainingsrückstand kaum anmerken. Auf die ersten Etappen durch Bad Langensalza und einem Bergzeitfahren, welche die GRC-Fahrerin jeweils auf Rang zwölf abschloss, folgte ein 42-Kilometer-Straßenrennen. Hier verbuchte Hannah im Spitzenfeld den 14. Platz. Auf der Abschlussetappe gelang ihr mit einem achten Rang noch der Sprung in die Top Ten der Gesamtwertung. In Anbetracht der schwierigen Vorbereitung konnte sich dieser zehnte Rang durchaus sehen lassen, zumal deutlich wurde, dass die Genthinerin mit ihren Nationalmannschaftskolleginnen mithalten konnte.

Am vergangenen Wochenende stand für Hannah und Paul der interessante Rundkurs in Berlin-Lichtenfelde auf dem Programm, welcher auf gut der Hälfte der 1,7 Kilometer langen Runde über Kopfsteinpflaster führte. Hannah startete bei den U 15-Jungen. Gegen ihre männliche Konkurrenz um das Podest musste sich die Genthinerin, zumindest was die Plätze eins und zwei anging, geschlagen geben. Doch die GRC-Fahrerin fuhr das Rennen taktisch klug und blieb im Verfolgerfeld. Beim 300-Meter-Zielspurt auf ansteigendem Kopfsteinpflaster distanzierte sie die restlichen Mitstreiter deutlich und beendete das Rennen auf dem dritten Platz.

Paul fuhr ebenfalls im Hauptfeld der Junioren, konnte seinen vierten Platz im Zielsprint aber nicht verteidigen und belegte am Ende einen dennoch sehr guten elften Platz.