Trendwende eingeleitet, aber noch viel Arbeit vor sich: Ein Jahr nach seiner Wahl legte in der vergangenen Woche der neue Vorstand des Burger BC Rechenschaft ab. "Das tägliche Geschäft hat uns voll im Griff. Es blieb wenig Zeit, alle Ideen umzusetzen", fasste Präsident Lars Uwe Matthias bei der Mitgliederversammlung des Vereins zusammen.

Burg (okr/ago). Dennoch gelang es den Verantwortlichen, die spürbare Euphorie in erste Ergebnisse umzusetzen. Im Juni 2011 fand erstmals ein Sponsorentreffen statt, Gespräche zur Verbesserung der finanziellen Ausstattung des Vereins wurden geführt. Hinzu kam die Initiierung des unter dem Titel "100 für 200" aufgebauten Sponsorenpools, der auf reges Interesse stieß. Die Geschäftsstelle des Vereins wurde mit Maik Plünnecke neu besetzt. Die Zahl der Mitglieder stieg auf 350 an.

Aber es gab auch Rückschläge zu verzeichnen: Im Hochsommer fiel die Brunnenanlage aus. Für die Erneuerung der Pumpen erhielt der Verein einen Zuschuss vom Landkreis. Weiterhin Sorgen bereitet dem Verein die Skateranlage mit seinen Nutzern. Ziel wird es bleiben, gemeinsam mit der Stadt Burg einen anderen Standort - an dem Ordnung und Sicherheit gewährleistet werden können - zu suchen.

Zudem steht der BBC künftig vor noch größeren finanziellen Herausforderungen. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage konnte die Stadt Burg nicht den jährlichen Betriebskostenzuschuss zahlen. Auch der Bau der Sporthalle auf dem Gelände ist finanztechnisch noch nicht abgeschlossen. Der Verwendungsnachweis befindet sich derzeit in der Prüfung. "Vom Landesverwaltungsamt wurden dem Verein Rückforderungen in Höhe von 25000 Euro angekündigt", sagte Schatzmeister Eckart Grundmann. Er hatte aber auch Positives zu berichten: "Die Einnahmen wurden erhöht, gleichzeitig die Verbindlichkeiten aus dem Jahr 2009 reduziert."

Nachwuchs genießt oberste Priorität

Nach Entlastung des Vorstandes legte Detlef Zimmer, Vizepräsident Sport, die Situation der Abteilung Fußball dar. Er betonte, dass die hochwertige Ausbildung des BBC-Nachwuchses oberste Priorität habe. Grundlage soll ein Sportkonzept unter dem Titel "Vom Bambini zum Leistungsträger der ersten Mannschaft" sein. Ziel ist es, aus den Jugendteams Nachwuchsspieler für den Herrenbereich zu rekrutieren. Die zweiten Herren sollen sich sukzessive zum Ausbildungsteam für Perspektivspieler und zum Spitzenteam in der Kreis- oberliga entwickeln. "Mit unserer ersten Mannschaft wollen wir an die erfolgreichen Jahre unseres Traditionsvereins anknüpfen, attraktiven Fußball spielen und konkurrenzfähig für die Landesliga werden", bekräftigte Zimmer, der zudem verkündete, dass im vergangenen Jahr sechs neue Schiedsrichter gewonnen wurden.

Darüber hinaus wurde eine Bambini-Mannschaft für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren gegründet. Alle Altersklassen von den G- bis zu den A-Junioren sind besetzt. Und: Der Burger BC spielt in der Saison 2010/2011 von der U 12 bis zu den Männern wieder auf Landesebene. Um diese Niveau zu halten beziehungsweise zu steigern, sei die Gewinnung und Qualifizierung von engagierten Trainern, Schiedsrichtern, Betreuern erforderlich, betonte Zimmer, der alle Anwesenden einlud, sich einzubringen.

Gute Entwicklung der Abteilung Tischtennis

Erstmals berichtete auch die Abteilung Tischtennis über ihre sportlichen Aktivitäten. Friedo Eppler informierte, dass derzeitig 22 Erwachsene und 15 Kinder der Abteilung angehören. Gute Ergebnisse wurden in der vergangenen Saison in der Kreisoberliga, in der Kreisliga Süd und im Kreispokal erzielt. Der Aufbau der Jugendabteilung geht gut voran. Ziel ist es hier, dass Trainerin Doreen Haseloff die Übungsleiterlizenz erwirbt.

Dennoch: "Es bleibt noch viel zu tun", stellte der Präsident fest. Der Vorstand bedankte sich bei allen ehrenamtlich tätigen Helfern und Eltern, denn "ohne sie wäre es nicht möglich, dass sich der Verein zukünftig positiv entwickelt".

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